Dépôts, frz. Kriegsgefangenenlager für dt. und italien. Gefangene. Die ersten D. wurden während des Afrikafeldzugs in N-Afrika errichtet; Ende 1944 bestanden 30 D. in Algerien, Marokko und Tunesien, die mit röm. Ziffern gekennzeichnet wurden. Elf waren ganz oder teilweise mit Italienern belegt (V bis VIII, XV bis XVII, XXIII, XXV, XXVI und XXIX). Die D. XVII (Zaghouan/Tunesien), IV (Djelfa sowie Laghouat/Algerien), XXVIII (Ksar-es Souk/Marokko) und I (Géryville/Algerien) wurden als Sonderlager für Gefangene mit besonders nat.-soz. bzw. faschist. Einstellung verwendet. Insges. befanden sich in den D. N-Afrikas 40,000 Italiener und 25,000 Deutsche. Nach der Invasion enstanden in Frkr. zunächst nur wenige D., da wegen des anfängl. sehr beschränkten frz. Operationsgebiets nur kleinere Kontingente dt. Soldaten in frz. Gefangenschaft gerieten. Erst mit der Übergabe von Gefangenen aus amerikan. oder brit. Gewahrsam seit 1945 nahm die Anzahl der D. zu und stieg bis Sept. 1945 auf 120 an. Neben den D. de troupe (Mannschaftslager) bestanden einige Offiziers-D. (Auvour, Mulsanne, Dijon, Erquy, Larzac, Rouillé, St-Martin-de-Ré, Andernos, Vaucouleurs/Baccarat) und Transit-D. (Thoréc, Rennes, Sarralbe). Mit der Übernahme von 8 Rheinwiesenlagern (Andernach, Bretzenheim, Dietersheim, Diez, Hechtsheim, Koblenz, Siershahn, Sinzig) am 10.7.1945 von den Amerikanern war für die frz. Truppen in Deutschland eine schwierige Situation entstanden, die sie jedoch durch Verlegung der Gefangenen nach Frkr. und Entlassung der Kranken und Verwundeten bewältigen konnten. Die übrigen in der frz. Zone befindl. Gefangenen waren teilweise in den 'D. de transit' Bretzenheim, Tuttlingen und Malschbach (No. 1 bis 3) untergebracht; soweit sich die Gefangenen im Arbeitseinsatz befanden, lagen sie in den 'D. principaux' in Waldkirch (No. 231) mit den Unterlagern Offenburg, Singen und Villingen, in Bretzenheim (No. 232) mit den Unterlagern Diez und Trier sowie im Lager Innsbruck (No. 233) mit den Nebenlagern Bludenz und Runs. Die D. in Deutschland und Österreich unterstanden der 'Direction des Prisonniers de Guerre Allemagne-Autriche' in Baden-Baden. Die 'D. principaux' bestanden nur verhältnismäßig kurze Zeit, zumal die dort untergebrachten arbeitsfähigen Gefangenen nach Frkr. verlegt wurden; die Transit-D. dagegen, über die der Durchgangsverkehr der Gefangenen nach und deren Entlassung aus Frkr. oder den alliierten Zonen abgewickelt wurde, sofern sie in der frz. Zone beheimatet waren, wurden in der Mehrzahl erst nach der Repatriierung der letzten Gefangenen im Sept. 1948 aufgelöst.
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