Cromwell, brit. Kampfpz., benannt nach dem brit. Feldherrn und Lordprotektor Oliver C. (*Huntingdon 25.4.1599, +London 3.9.1658); Prototyp A.24 Jan. 1942 bei Nuffield unter Verwendung von Bauteilen des Crusader, aber mit stärkerer Panzerung, mit der Bezeichnung Cavalier; Juli 1942 neuer Prototyp A.27 L bei Leyland mit der Bezeichnung Centaur. Als C. wurde erst die Weiterentwicklung A.27 M bezeichnet. Sie glich in Gewicht (27.5 t) und Länge (6.35 m) dem Centaur und besaß die gleiche Panzerstärke (76 mm). Ledigl. der 600- PS-Motor war neu und brachte den Tank auf max. 76 km/h. Die Serien C. I bis III besaßen weiterhin die 5.7-cm-Kanone, erst beim Typ IV ging man auf 7.5 cm über. Beste Ausführungen waren die Modelle VII und VIII mit etwa 28 t, 6.35 m Länge, 3.05 m Breite und 2.49 m Höhe; die Stirnpanzerung war auf 101 mm verstärkt worden, so daß die Höchstgeschwindigkeit bei gleichem Fahrbereich (265 km) auf 52 km/h sank. Mit der starken Rolls-Royce-Motorisierung war der C. zwar recht beweglich, doch konnte die Bewaffnung im Vergleich mit der gegner. Konkurrenz nicht befriedigen. Die Modelle C VI und VIII waren Sturmpz. mit 9.5-cm-Haubitzen. Für den C. und seine Vorläufer stellte der dt. Pz.experte Gen. von Senger und Etterlin fest: 'Die Typenvielfalt hemmte die Produktions- und Entwicklungsgeschwindigkeit. So blieben die engl. Pz. der Kriegszeit stets einen Schritt hinter gleichzeitigen Standardmustern anderer Länder zurück.' Das galt v.a. auch für die ungünstige Formgebung aller Modelle (senkrechte Wände).
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