Buna, synthet. Kautschuk aus Butadien unter Verwendung von Natrium als Katalysator. Da sich der im 1. Weltkrieg verwendete künstl. Kautschuk auf Methylen-Basis als zu wenig widerstandfähig z.B. für Reifen erwiesen hatte, wurde im Zuge der Wiederaufrüstung und der Bemühungen um Rohstoffunabhängigkeit seit 1933 nach sog. Austauschwerkstoffen gesucht. 1934 ordnete das Heereswaffenamt Großversuche zur Produktion von synthet. Kautschuk an, wobei man mit dem aus Kohle und Kalk hergestellten Azetylen erfolgreich war. Es ließ sich durch katalyt. Wasseranlagerung in Azetaldehyd und dann durch Alkali über Aldol und Buthylenglykol zu Butadien wandeln, das wiederum durch Zusammenlagerung seiner Moleküle (Polymerisation) das B.-Fadenmolekül bildet. 1937 begann die Massenproduktion von B. in Zschoppau und Leverkusen, die bei Kriegsbeginn 22,000 t jährl. und damit knapp ein Viertel des dt. Kautschukbedarfs, 1943 schon 117,000 t erreichte, mittlerweile in zwei weiteren Werken in Hüls (seit 1940) und Ludwigshafen (März 1943) hergestellt. Die alliierte Luftoffensive ließ allerdings schon bald wieder die Ergebnisse sinken (Dez. 1944 nur noch 1,800 t). B., dem in den USA das Neopren entsprach, erwies sich als hitze- und alterungsbeständiger als Naturkautschuk und war zudem öl- und benzinfest, was die militärtechn. Verwendbarkeit etwa im Pz.bau förderte.
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