Budapest, Hauptstadt Ungarns mit 1.12 Mio. Einwohnern (1941). Nach einem Versuch der ungar. Reg. Horthy im Frühjahr 1944, zu einem Waffenstilstand mit der UdSSR zu kommen, besetzten am 19.3.1944 dt. Truppen unter Gen.feldmarschall v. Weichs B., das mit Vorrücken der Roten Armee im Sept./Okt. 1944 in Frontnähe geriet. Schon im Juli zuvor war die Stadt Ziel von drei amerikan. Bombenangriffen von Italien aus gewesen. Die Verteidiger, 2 dt. und 2 ungar. Armeen sowie die dt. 2. Pz.armee, sahen sich der vielfachen Übermacht der sowjet. 3. Ukrain. (Tolbuchin) und der 2. Ukrain. Front (Malinowski) gegenüber, die nach der rumän. Kapitulation und Kriegserklärung an das Dt. Reich auch rumän. Einheiten (14 Div.) umfaßten und zudem von der aus S-Polen angreifenden 4. Ukrain. Front (Petrow) unterstützt wurden. Die sowjet. Offensive zur Einschließung von B. begann am 8.12.1944 und war nach zeitweise erfolgr. dt. Gegenangriffen am 26.12. abgeschlossen, die Marionettenreg. Szalåsi hatte sich nach Österreich abgesetzt. Trotz örtl. Einbrüche in die sowjet. Front blieben Ausflälle letztl. ebenso ergebnislos wie der von der Luftflotte 4 unterstützte Entsatzvorstoß des IV. SS-Panzerkorps am 27.1.1945. Dennoch hielten sich die Verteidiger unter Wehrmachtbefehlshaber und Kommand. Gen. des IX. SS-Gebirgskorps Pfeffer-Wildenbruch bis zum 11.2.1945. 138,000 Mann gingen in sowjet. Gefangenschaft.
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