Bodenplatte, Deckname für den Großangriff der dt. Luftwaffe am 1.1.1945 auf alliierte Flugfelder hinter der W-Front. 'B.' war gedacht zur Ausschaltung der takt. angloamerikan. Luftstreitkräfte am Boden und war in Verbindung mit der Ardennenoffensive geplant worden. 5 Jagdgeschwader, die eigentl. im Spätherbst 1944 einen 'großen Schlag' gegen amerikan. Tageseinflüge führen sollten, wurden nach W verlegt. Insges. hatte das Luftwaffenkommando West (Gen.leutnant Schmid) 33 Jagd- und Schlachtgruppen mit etwa 800 Me 109 und Fw 190 auf Absprunghäfen zw. Oldenburg und Odenwald zusammengezogen; dazu kamen noch die 'Blitzbomber' Me 262 Schwalbe vom KG 51; offiz. wurde von 1,035 einsatzbereiten Maschinen gesprochen. Der Großangriff unter Befehl von Gen.major Peltz unterlag strengster Geheimhaltung, was trag. Folgen haben sollte. 'B.' verzögerte sich aus Wettergründen bis zum Neujahrsmorgen 1945. Die überwiegend unerfahrenen Piloten wurden unmittelbar vor dem Start in die jeweiligen Angriffsziele eingewiesen: Flugbasen in S-Holland, Belgien und N-Frkr. Pfadfinderflugzeuge lotsten die Geschwader bei absoluter Funkstille über die Linien. Der Überraschungsschlag gelang; insges. 439 alliierte Maschinen wurden als zerstört gemeldet (Wehrmachtbericht sogar 579), was an der alliierten Luftherrschaft freil. nichts änderte. Schwerer als die kurzfristigen Materialeinbußen auf angloamerikan. Seite wogen die eigenen Verluste: 214 Jagdpiloten (63 in Gefangenschaft) kehrten nicht zurück; dabei waren die meisten Maschinen Opfer der eigenen Flak geworden, die über die Route der im Tiefflug zurückkehrenden Verbände nicht informiert war.
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