Big Week (engl. große Woche), Serie alliierter Luftangriffe gegen Betriebe der dt. Rüstungsindustrie vom 20.2. bis 26.2.1944. Die Offensive richtete sich gegen 12 Hauptziele, darunter die Kugellagerfabriken in Schweinfurt sowie Produktions- und Montagebetriebe für Jagdflugzeuge. Die Vorbereitungen liefen unter der Codebezeichnung 'Argument' seit Nov. 1943. Bei Tage trug die Hauptlast die 8. US Air Force in England und die 15. US Air Force in Italien. Die RAF beteiligte sich mit Nachtangriffen u.a. gegen Stuttgart, Regensburg und Augsburg. Bei klarem Winterhimmel eröffneten die Amerikaner mit 940 Bombern und 700 Begleitjägern ihre bis dahin größte strateg. Tagesoperation gegen Ziele im Raum Braunschweig, Oschersleben und Leipzig. In den folgenden Tagen wurden die Angriffe weiter nach Osten bis Teltow und Posen vorgetragen. Einige Ziele wurden nach dem 'Double-blow'-Verfahren bei Tag und bei Nacht angegriffen. Insges. flogen die beiden US-Luftflotten 3,800 Bombereinsätze. Sie verloren dabei 226 viermotorige Bomber und 28 Jäger mit rd. 2,600 Mann. Die dt. Flugzeugproduktion sank von 2,077 im Vormonat auf 1,671 abgelieferte Maschinen, was nicht den hochgespannten Erwartungen der Alliierten entsprach. Die 'B.' beschleunigte zudem die Dislozierung der dt. Flugzeugfabrikation, so daß der Ausstoß von Jagdflugzeugen 1944 sogar den Höchststand erreichte.
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