Bardia, Küstenort mit kleinem Hafen in Libyen, 10 km nordöstl. der ägypt. Grenze bei Sollum. B. war im Afrikafeldzug mehrfach hart umkämpft: Nach dem Scheitern des italien. Angriffs auf Ägypten kam es am 3.1.1941 zur Schlacht von B., wohin sich 45,000 Italiener unter Gen. Bergonzoli zurückgezogen hatten. Gegen fünfache Übermacht eroberten zwei austral. Brigaden nach 36stündigem Kampf die Stadt und machten 40,000 Gefangene bei 456 eigenen Verlusten. Am 12.4. mußten die Engländer B. vor dem Dt. Afrika-Korps wieder räumen. Brit. Rückeroberungsversuche scheiterten zunächst im Mai (Unternehmen Brevity) und Juni 1941 (Battleaxe), erst im Rahmen des Unternehmens Crusader blieb B. Anfang Dez. 1941 hinter der brit. Front zurück und mußte am 2.1.1942 kapitulieren. Während der Sommeroffensive Rommels erreichten die dt.-italien. Truppen die Stadt erneut am 20.6.1942, mußten sie aber nach der Schlacht von El Alamein endgültig am 12.11.1942 aufgeben. Barham, brit. Schlachtschiff, 19.10.15 in Dienst gestellt, 29,150 t, 196.8 m lang, 27.6 m breit, rd. 950-1,300 Mann Besatzung; Bewaffnung: 8x38.1 cm, 12x15.2 cm, 8x10.2 cm Flak, 2 Torpedorohre. In der Skagerrak-Schlacht am 31.5.16 beschädigt, repariert, 1930-33 modernisiert, operierte die B. bei Kriegsbeginn in der Nordsee und wurde am 28.12.1939 vor der Clyde-Mündung von U 30 (Lemp) torpediert. Nach Reparatur (bis April 1940) wurde das Schiff zum Raid (Überfall) gegen Dakar Ende Sept. 1940 (Operation 'Menace') herangezogen, wo es einen 38-cm-Treffer von der Richelieu erhielt. Es folgten Verlegung ins Mittelmeer, Geleitzugaufgaben, Einsätze zur Küstenbeschießung in N-Afrika u.a. beim brit. Unternehmen Crusader und Teilnahme an der Seeschlacht bei Matapan (28.3./ 29.3.1941). Am 27.5.1941 wurde die B. bei einem Entlastungsvorstoß während des dt. Unternehmens 'Merkur' bei Kreta von Fliegerbomben erneut beschädigt, bevor sie schließl. am 25.11.1941 Opfer eines Viererfächers von U 331 (Tiesenhausen) wurde. Dabei explodierte das gekenterte Schiff, 862 Mann fanden den Tod, 451, darunter der Chef des 1. Schlachtgeschwaders Vizeadmiral Pridham-Wippell, wurden gerettet. Bari, Hafenstadt in S-Italien mit 205,000 Einwohnern (1940). B. wurde wenige Tage nach der brit. Landung Slapstick am 20.9.1943 von Einheiten der 1. Luftlandediv. (8. Armee) besetzt und nach der Flucht von König Viktor Emanuel III. aus Rom provisor. Amtssitz der Reg. Badoglio. Dt. Kampfflugzeuge versenkten am 3.12.1943 im Hafen 19 Handelsschiffe mit insges. 73,343 BRT, darunter den amerikan. Frachter John Harvey, der Kampfstoffbomben mit 60 t Senfgas geladen hatte. Wieviel der 83 dabei getöteten und 534 verletzten Amerikaner Opfer von Gasvergiftungen waren, wurde nicht ermittelt. In B. tagten am 29.1.1944 auch die im Comitato de Liberazione Nazionale (CLN) zusammengeschlossenen antifaschist. Parteien und Widerstandgruppen; sie forderten den Rücktritt des Königs und die Ablösung Badoglios als langjährigem Mitarbeiter des Duce.
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