Atlantikschlacht 11, mit dem Wetterbeobachtungsschiff München und U 110 fielen den Briten am 7.5./8.5.1941 weitere wertvolle Unterlagen in die Hände, darunter eine völlig intakte Chiffriermaschine (Enigma). Damit konnte Bletchley Park seit Ende Juli 1941 die dt. Funksprüche verzugslos mitlesen, so daß in vielen Fällen die Umleitung von Geleitzügen gelang. Außerdem vermochten so die USA schon vor Kriegseintritt 'verdeckt' einzugreifen und vom 1.9.1941 an die operative Führung des ges. Konvoiverkehrs im N-Atlantik westl. 26 Grad W zu übernehmen. Die 'Ultra'-Waffe wurde stumpf, als der dt. U-Boot-Funkverkehr vom 1.2.1942 an in einen eigenen Schlüsselbereich 'Triton' mit neuer Schlüsselmaschine 'M-4' überführt wurde. Der dt. Funkbeobachtungsdienst (B-Dienst), der zeitweise sehr erfolgr. arbeitete, drang nun seinerseits in den alliierten Funkschlüssel ein und konnte von Juli bis Dez. 1942 die alliierte Konvoisteuerung genau verfolgen. Doch Bletchley Park knackte im Dez. 1942 auch 'Triton', so daß wieder manche Umleitung um die dt. U-Boot-Aufstellungen glückte.
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