Aichi D3-A Val, japan. Sturzbomber. Die A. gehörte am 7.12.1941 beim Überfall auf Pearl Harbor als damaliges Standardmuster der Marineluftwaffe zur ersten Angriffswelle. Maschinen dieses Typs versenkten im April 1942 die brit. Kreuzer Cornwall und Dorsetshire vor der Küste Ceylons, vier Tage später den Flugzeugträger Hermes und den Zerstörer Vampire. Beim Untergang des Trägers Shokaku in der Schlacht in der Korallensee gingen zahlr. A. verloren, und auch die Schlacht bei Midway brachte hohe Verluste an A.-Bombern und erfahrenen Marinepiloten, so daß die Kampfkraft der übrigen japan. Sturzkampfstaffeln rapide absank. Der von der dt. Ju 87 (Stuka) inspirierte Entwurf für einen trägergestützten Sturzbomber stammte aus dem Jahre 1936. Die A. hatte wie der Stuka zwei Mann Besatzung und ein starres Fahrwerk mit Radkappen. Die Vorserientypen kamen im März 1939 mit einem 1,000 PS Mitsubishi Sternmotor zur Truppe; das Standardmuster, ein Tiefdecker in Ganzmetallbauweise, war mit 3x7.7 mm MG und einer 250-350 kg Bombe bestückt; Höchstgeschwindigkeit 420 km/h. Die verbesserte Version D3-A2 hatte einen stärkeren 1,300 PS Sternmotor, ein neukonstruiertes Cockpit und größere Treibstofftanks für rd. 2,500 km Reichweite. Gegen Kriegsende war die A. ihren Gegnern weit unterlegen und wurde nun als Einsitzer für Kamikazeflüge eingesetzt. Insges. wurden 1,294 Maschinen beider Serien gefertigt.
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