Der Zweck in engerem Sinn ist die Vorstellung (Idee) dessen, was man mit seinem Tun zu erreichen wünscht. Einen Zweck kann man deshalb nur einem bewusst wollenden Wesen zuschreiben. Was nur gewollt wird, um etwas anderes (einen Zweck) zu erreichen, heißt Mittel. Damit kann man ein Grundgesetz des Willens aufstellen: Wer den Zweck will, muss auch die Mittel wollen, ohne die der Zweck nicht zu erreichen ist.
Bereits Aristoteles wusste Ziel und Zweck voneinander zu unterscheiden. Zwecken sind Mittel zugeordnet, die für sich betrachtet selbst wiederum Zwecke darstellen können. Ein Ziel ist einem Zweck übergeordnet, seine Erreichung ist zumeist an die Verkettung von Zwecken gebunden.
Damit stellt sich die Frage nach dem letzten Zweck, der nicht wiederum zum Mittel werden kann. Die Behandlung dieser Frage ist Aufgabe der Ethik.
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