Zuckmayer meldet sich bei Beginn des Ersten Weltkriegs1914 als Kriegsfreiwilliger und ist nach seinem Notabitur bis Kriegsende an der Front in Frankreich. Schon im Krieg schreibt er für die radikalpazifistische Zeitschrift "Aktion".
Von 1919 bis 1920 studiert Zuckmayer an den Universitäten Frankfurt am Main und Heidelberg, zunächst Geisteswissenschaften, später Biologie und Botanik. 1920 heiratet er seine Mainzer Jugendliebe Annemarie Ganz, von der er sich 1921 wieder scheiden läßt, um eine leidenschaftliche Liebesaffaire mit der Schauspielerin Annemarie Seidel, genannt Mirl, zu beginnen.
1924 wird Zuckmayer zusammen mit Bertolt BrechtDramaturg am Deutschen Theater in Berlin, wo er die Wiener Schauspielerin Alice Frank, geborene von Herdan, kennenlernt und 1925 ehelicht. Aus einer vorangegangenen Beziehung hat sie Tochter Michaela, deren Stiefvater Zuckmayer nun wird. Im selben Jahr wird er mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. 1926 kauft Zuckmayer das Haus "Wiesmühl" in Henndorf am Wallersee, wo seine leibliche Tochter Maria Winnetou das Licht der Welt erblickt, und wohin 1934 die ganze Familie Zuckmayer übersiedelt.
1938 sieht sich Zuckmayer, dessen Mutter aus einer jüdischen Familie stammt, zur Emigration gezwungen, zuerst ins Exil in die Schweiz, dann weiter in die USA, wo Carl Zuckmayer in Hollywood als Drehbuchautor arbeitet. Da er sich jedoch bei dieser Arbeit in seiner Existenz als Künstler bedroht sah, pachtete er ab 1941 eine Farm in Vermont, die er bis Kriegsende bewirtschaftete. 1943 schreibt er auf Wunsch des OSS Dossiers über Kunstschaffende, die während der Zeit des Dritten Reiches tätig waren. Dabei hat Zuckmayer durchaus keine vernichtenden Urteile gefällt, sondern sogar ab und an beide Augen zugedrückt. Diese Dossiers sind erst 2002 in Form des Buches "Geheimreport" veröffentlicht worden.
Ein Jahr nach Kriegsende, 1946, kehrt Zuckmayer nach Europa zurück und lebt von nun an in Saas-Fee im Schweizer Kanton Wallis.
Ein besonderer Höhepunkt seiner Schriftstellerkarriere war für ihn sicherlich die Verleihung des großen österreichischen Staatspreises für Literatur 1960.
Zehn Jahre danach, 1970, erhält er von der Gemeinde Henndorf den golden Ehrenring.
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