Das unter der Bezeichnung ZMC-2 bei der US-Marine betriebene Luftschiff war der Prototyp eines Ganzmetall-Luftschiffes. Seine Hülle bestand im Gegensatz zu den konventionellen Luftschiffen nicht aus Gewebe, sondern aus 0,24 mm Duraluminiumblech. Die Hülle war gleichzeitig auch Gaszelle. Durch diese Bauweise erhielt es auch seine Spitznamen Tin Bubble oder tinship, was ungefähr mit Blechbüchsen-Blase und Konservenbüchsenschiff übersetzt werden kann.
Um seine Form zu erhalten mußte im tropfenförmigen Auftriebskörper ständig ein Überdruck aufrechterhalten werden. Daher wurde es als Prallluftschiff klassifiziert. Die ZMC-2 hatte ein Traggasvolumen von 5.720 Kubikmetern und eine Länge von 44,5 Metern. Außergewöhnlich waren die acht relativ kurzen Leitwerksflossen am Heck, von denen vier beweglich waren.
Diese Konstruktionsweise wurde vom amerikanischen Ingenieur Mr. Upson, der im Dienst von Goodyear auch das erste B-Class-Prallluftschiff fuhr, entwickelt. Er gründete für seine Entwicklung eine eigene Firma, die Aircraft Development Co. Möglich geworden war diese Art der Konstruktion durch die Entwicklung von Nietautomaten, die in der Lage waren das dünne Aluminiumblech mittels neuer Dichtungsmaterialien gasdicht zu verbinden. Die für diesen Zweck gebaute Nietmaschine konnte 5000 Nieten mit 0,9 mm Durchmesser pro Stunde setzen. Sie bohrte drei Nietreihen gleichzeitig und wurde von zwei Personen bedient. Die Niete wurden in der Maschine aus endlos zugeführten Draht in die Bohrungen gesetzt und mit umlaufenden Nocken mit Köpfen versehen. Als Dichtungsmasse wurde Bitumen verwendet.
Die durch 3,5 Millionen Nieten verbundene Metallhülle, die von 24 Längsgurten und 12 Ringprofilen in der Form gestützt wurde, hatte bei einem ermittelten Gasverlust von ca. 2 Litern pro Stunde und Quadratmeter eine ähnliche Qualität, wie die z.B. bei Zeppelin für die Traggaszellen verwendete Goldschlägerhaut.
Der Erstflug fand am 19. August1929 auf dem Detroit Grosse Ile Airport statt. Am 12. September1929 wurde es an die US-Marine zu seinem zukünftigen Heimat-Luftstützpunkt Lakehurst geliefert.
Das Schiff wurde hauptsächlich für Versuche verwendet, war jedoch auch an verschiedenen Trainings-, Hilfs-, Rettungs- und Katastropheneinsätzen beteiligt.
Admiral Moffet hob in seinem Jahresbericht 1926 die Funktion des Luftschiffes hervor: ..ein rein experimentelles Schiff, gedacht um die Anwendbarkeit der neuartigen Bauweise zu testen in der es erschaffen wurde.
Das Luftschiff ließ sich bei schlechterem Wetter und in langsamer Fahrt nur unbefriedigend steuern, dies wurde jedoch vor allem der geringen Größe und nicht dem Konstruktionsprinzip zugerechnet.
Bereits nach sechs Jahren hatte das Luftschiff bei mehr als 1400 Flugstunden über 91.713 Kilometer km (57.000 miles) zurückgelegt. Es stand bis zu seiner Verschrottung 1941 im Dienst der Marine und war bis dahin über 2200 Stunden in der Luft, was als Zeugnis für die Fähigkeiten und die Widerstandsfähigkeit dieses Prototypen gelten darf.
Dem Gewinner einer Ausschreibung zur Konstruktion und Auslegung von Ganzmetall-Luftschiffen, der Metalclad Airship Co., wurde 1932 vom Luftfahrtministerium ein Vertrag zugesprochen. Es wurden jedoch nie weitere Luftschiffe dieser Bauart gefertigt.
Trotz des vielversprechenden Konzepts von ZMC-2 sind dieses Schiff und das 1895/96 von David Schwarz (siehe Artikel Starrluftschiff) gebaute Luftschiff die einzigen Luftschiffe mit einer Metall-Außenhaut geblieben.
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin