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Zisterzienser

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Die Zisterzienser (abgekürzt OCist, von Sacer Ordo Cisterciensis) sind ein römisch-katholischer Orden.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

  1.1 Entwicklung in Niedersachsen

2 Bekannte Zisterzienser

3 Gegenwärtige Zisterzienserklöster

  3.1 Deutschland

    3.1.1 Baden-Württemberg

    3.1.2 Bayern

    3.1.3 Niedersachsen

    3.1.4 Nordrhein-Westfalen

    3.1.5 Rheinland-Pfalz

    3.1.6 Sachsen

    3.1.7 Sachsen-Anhalt

  3.2 Österreich

  3.3 Schweiz

4 Ehemalige Zisterzienserklöster

  4.1 Deutschland

    4.1.1 Baden-Württemberg

    4.1.2 Bayern

    4.1.3 Brandenburg

    4.1.4 Hessen

    4.1.5 Niedersachsen

    4.1.6 Nordrhein-Westfalen

    4.1.7 Sachsen

  4.2 Österreich

    4.2.1 Kärnten

  4.3 Rumänien

    4.3.1 Banat

    4.3.2 Siebenbürgen

5 Literatur

6 Weblinks:

7 Siehe auch:


Geschichte

1098 wurde die Gemeinschaft im französischen Cîteaux (lat. Cistercium) von einer Gruppe von Benediktinermönchen unter der Leitung Robert von Molesmes gegründet. Die Gemeinschaft unterwarf sich dem Ziel, streng nach den Ordensregeln zu leben, die Benedikt von Nursia 540 für seine Mönche aufgestellt hatte (der Regula Benedicti). Auf dieser Grundlage wollten sie ausschließlich "von eigener Hände Arbeit" leben. Einnahmen aus Verpachtung und Zinsen lehnten sie ab.


Bedeutende Vertreter des Ordens im 12. Jahrhundert sind Bernhard von Clairvaux, Aelred von Rievaulx und Otto von Freising.



Die Zisterzienser erlangten durch ihre Kolonisationstätigkeit im 12. und 13. Jahrhundert, besonders im Raum östlich der Elbe, hervorragende Bedeutung. Sie schufen landwirtschaftliche Musterbetriebe, förderten Obst- und Weinbau, Pferde-und Fischzucht, Bergbau und Wollhandel, trugen aber auch sehr zur Verbreitung und Blüte hochmittelalterlicher Kultur bei. Der gotische Baustil, anfangs nur zögernd übernommen, fand nicht zuletzt durch diesen Orden Verbreitung in ganz Europa. Wie alle Mönche widmeten sie sich der Vervielfältigung von liturgischen und theologischen Handschriften. Einige Klöster, wie z.B. Himmerod in der Eifel, verfügten bereits gegen Ende des Mittelalters über große und wertvolle Bibliotheken.


Neu bei den Zisterziensern war der straffe Zusammenhalt der grundsätzlich selbständigen Klöster nach Maßgabe ihrer Gründung. Jede Abtei blieb gegenüber ihrem Mutterkloster verantwortlich, dessen Abt jährlich eine offizielle Visitation vornahm. Innerhalb dieses Filiationsprinzips nahm Citeaux den ersten Rang ein. Dessen vier Tochterklöster, die Primarabteien La Ferte (1113), Pontigny (1114), Clairvaux und Morimond (beide 1115) bildeten den Ausgangspunkt von vier Filiationslinien, wobei in Deutschland die meisten alten Zisterzienserklöster auf Morimond zurückgehen, nur einige wenige auf Clairvaux.


Eine Zeitspanne des Rückgangs nach dem 13. Jahrhundert wurde vom Aufschwung neuer reformierter Zisterziensergruppen gefolgt. Die bedeutendste unter ihnen war die sich im 17. Jahrhundert abspaltende Gruppe von La Trappe. Diese Trappisten entwickelten sich schließlich zu einem eigenständigen Orden, den der "Zisterzienser strenger Observanz". Im 20. Jahrhundert erlangte der Zisterzienserorden besonders durch schulische Tätigkeit größere Bedeutung. Daneben begann eine, wenn auch beschränkte, Missionstätigkeit in Südamerika.


Entwicklung in Niedersachsen

Als erstes Zisterzienserkloster in Niedersachsen wurde 1135 das Kloster Amelungsborn gegründet und zwar durch Graf Siegfried IV. von Boyneburg, den letzten weltlichen Sproß des Northeimer Grafengeschlechts. Die "villa Amelungsborn", die ihren Namen nach der im Klosterareal noch heute nachweisbaren Quelle, dem "Born" des Amelung trägt, gehörte zu den Erbgütern des Fürstengeschlechts.


Die positive wirtschaftliche Entwicklung des Klosters ermöglichten die Ausbreitung des Ordens. Bereits 1138 stellte Amelungsborn den Gründungsabt für Kloster Mariental bei Helmstedt. 1145 entsandte Amelungsborn einen vollständigen Konvent zur Gründung des Klosters Riddagshausen bei Braunschweig. Dort legten die Ordensbrüder eine Teichlandschaft für die Fischzucht an, die heute Naturschutzgebiet ist; von den ehemals 28 Teichen existieren heute noch elf.


Amelungsborn wurde nicht aufgehoben, als Abt und Konvent das Augsburgische Bekenntnis annahmen. 1655 erließ der Herzog eine neue Klosterordnung und bestellte den in Holzminden neu eingesetzten Generalsuperintendenten zum Abt des Klosters. 1760 wurde die Klosterschule nach Holzminden verlegt und mit der dortigen Stadtschule vereinigt. Um 1810 endet jeder korporative Zusammenhalt, obgleich das Amt des Abtes auch im 19. Jh. weiter bestehen blieb. Als 1875 die schulischen Aufgaben des Klosters durch die Verstaatlichung der Schule endet, bestand das Abtsamt noch als Ehrentitel für hohe braunschweigische Geistlichkeit fort.


Durch den Gebietsausgleich von 1941 gelangte der Kreis Holzminden zur Provinz und die Kirche zur Landeskirche Hannover. Der Kirchensenat trat in die Rechte des früheren Landesherrn ein und übernahm die Zuständigkeit für Kloster Amelungsborn. Neue Möglichkeiten brachte der "Loccumer Vertrag", ein Staatsvertrag zwischen dem Land Niedersachsen und den fünf Landeskirchen. Die zuständigen kirchlichen Behörden konnten nun die "Prälaturen" Amelungsborn, Königslutter, Mariental und Riddagshausen ohne staatliche Mitwirkung regeln.


Bekannte Zisterzienser



Gegenwärtige Zisterzienserklöster

Deutschland

Baden-Württemberg



Bayern



Niedersachsen

  • Mönchskloster
    • Kloster Amelungsborn


Nordrhein-Westfalen



Rheinland-Pfalz



Sachsen



Sachsen-Anhalt



Österreich


  • früher Stift Baumgartenberg, heute Franziskaner


Schweiz



Ehemalige Zisterzienserklöster

Deutschland

Baden-Württemberg



Bayern



Brandenburg

[Bild extern:] Kloster Zinna, Brandenburg



  • Nonnenklöster
    • Kloster Mühlberg
    • Kloster Lindow
    • Kloster Marienfließ / Stepnitz
    • Kloster Altfriedland
    • Kloster Seehausen
    • Kloster Zehdenick
    • Kloster Boitzenburg
    • Kloster Jüterbog
    • Kloster Stift zum Heiligengrabe Link: www.foerderverein-heiligengrabe.de
    • Kloster Ziesar


Hessen



Niedersachsen




Nordrhein-Westfalen



Sachsen



Österreich

Kärnten



Rumänien

Banat

  • Egresch


Siebenbürgen

  • Kerz


Literatur

  • Swen Holger Brunsch, Das Zisterzienserkloster Heisterbach von seiner Gründung bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts (Bon-ner Historische For-schungen 58), Siegburg: Schmitt 1998, LIV und 565 S., ISBN_3-87710-205-0
  • Stephan Flechsig, Das Zisterzienserinnenkloster Sterkrade. Geschichte, Verfassung, Besitz (Edition Wissenschaft, Reihe Ge-schichte 35), Marburg: Tectum 1998, VI und 513 S. auf 6 Mikrofiches, ISBN_3-8288-0226-5


Weblinks:



Siehe auch:

Ordensgemeinschaft, Kloster


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