Wilhelm Zimmermann war der Sohn eines Weingärtners und späteren Küchenbediensteten am württembergischen Hof in Stuttgart. Aufgrund seiner Begabung konnte er trotz der Armut seiner Eltern wie sein Freund Eduard Mörike das Gymnasium Illustre (das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium) in Stuttgart besuchen, kam 1821 in das Seminar Blaubeuren und trat 1825 in das Stift zu Tübingen ein, wo er ein Schüler von Ferdinand Christian Baur wurde. 1829 machte er sein Examen und promovierte im folgenden Jahr. 1840 erwarb er den Doktor der Philosophie. Bis 1840 lebte er als Privatgelehrter in Stuttgart, wurde dann als Pfarrhelfer in Dettingen an der Erms und Pfarrer in Hülben in den Staatsdienst übernommen. 1847 erhielt er den Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur sowie Geschichte an der polytechnischen und Oberrealschule in Stuttgart und den Titel Professor. Während der Revolution 1848 wählte ihn der Wahlkreis Schwäbisch Hall/Gaildorf/Crailsheim am 28. April1848 als Abgeordneten in die Frankfurter Nationalversammlung (Paulskirchenparlament). Hier schloß sich Zimmermann der äußersten Linken an. 1849 und 1850 wählte man ihm im Wahlkreis Hall drei Mal mit großer Mehrheit zum Abgeordneten der verfassunggebenden württembergischen Landesversammlung gewählt. 1851 wurde er aus dem Staatsdienst entlassen. Von diesem Jahr bis 1854 vertrat er den Wahlkreis Leutkirch im württembergischen Landtag, erhielt dann eine Stelle als Pfarrer in Leonbronn und kehrte damit in den Staats- bzw. Kirchendienst zurück. 1864 wechselte er nach Schnaitheim, 1872 nach Owen. Er starb bei einem Aufenthalt in Bad Mergentheim am 22. September1878.
Zimmermann verfasste zahlreiche, meist populär-patriotisch gehaltene historische Bücher, von denen seine auf umfassenden Quellenstudien beruhende Geschiche des Bauernkriegs besonderen Anklang fand und bis heute aufgelegt wird. In seinen Bewertungen und Gewichtungen spiegeln sich die Ereignisse und politischen Kämpfe des 19. Jahrhunderts wider. Daneben befasste er sich auch mit theologischen, kirchengeschlichtlichen und literarischen Themen, gab mit Mörike 1837 das Jahrbuch schwäbischer Dichter und Novellen heraus und schrieb auch Gedichte, Theaterstücke und Novellen.
Werke
Gedichte (1831)
Masianello (Trauerspiel) (1833)
Franziska von Hohenheim (Novelle) (1833)
Amor's und Satyr's (Novelle) (1834)
Fürstenliebe (Novelle) (1834)
Cornelia Boroquia (Novelle) (1834)
Geschichte Württembergs (1834)
Prinz Eugen der edle Ritter (1836)
Die Befreiungskämpfe der Deutschen gegen Napoleon (1836)
Geschichte Württembergs nach seinen Sagen und Thaten (1836/37)
Geschichte der Hohenstaufen oder Kampf der Monarchie gegen Papst und republikanische Freiheit (1838)
Allgemeine Geschichte des großen Bauernkrieges (1841-1843).
Deutscher Kaisersaal (1841)
Geschichte der deutschen Nationallitteratur (1846)
Geschichte der Poesie aller Völker (1847)
Weltgeschichte für gebildete Jungfrauen (1854)
Kirchengeschichte (1854)
Wahre Geschichten aus der Vaterländischen Geschichte (1862)
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin