Zimmermann war 1954-62 im Dresdner Kreuzchor, studierte dann an der Dresdner Musikhochschule bei Johannes Paul Thilman Komposition, außerdem Dirigieren und Gesang. Er wurde Meisterschüler bei Günter Kochan in Berlin und arbeitete zwei Jahre als Assistent des Musiktheaterregisseurs Walter Felsenstein.
1978 Berufung als Professor für Komposition an die Dresdner Musikhochschule berufen.
1986 gründete er in Dresden das Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik, das als Forschungszentrum und Ausrichter von Konzerten und Festivals bis heute (17 Jahrgänge der Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik internationalen Ruf in der Szene der Neuen Musik erworben hat.
1990-2001 war Zimmermann Intendant der Oper Leipzig, sein Engagement galt dort dem Musiktheater des 20. Jahrhunderts, zahlreiche Uraufführungen u.a. von Karlheinz Stockhausen, Dieter Schnebel und Jörg Herchet fanden in dieser Zeit statt, das Opernhaus wurde mehrfach ausgezeichnet.
1997 übernahm Zimmermann die künstlerische Leitung der Reihe musica viva des Bayerischen Rundfunks.
2001-2003 war Zimmermann Generalintendant der Deutschen Oper Berlin.
Seither widmet sich Zimmermann wieder verstärkt der Arbeit in Dresden, das ehemalige Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik (nun: Europäisches Zentrum der Künste) am historischen Standort Hellerau soll in Zusammenarbeit mit dem Choreografen William Forsythe ein weltweit operierender Standort des Impulses für die zeitgenössische Kunst werden.
kompositorisches Schaffen
Zimmermanns Hauptaugenmerk gilt dem Musiktheater, er schrieb mehrere Opern, von denen Die weiße Rose (1968, überarbeitet 1986) internationalen Erfolg hatte. Weitere Werke dieser Gattung sind Levins Mühle (nach dem Roman von Johannes Bobrowski) und Der Schuhu und die fliegende Prinzessin. Zimmermann schreibt außerdem Kammermusik und Orchesterwerke. Stilistisch gesehen rechnet man Zimmermann zur neuen Musik, seine musikalische Ausdrucksbreite ist vielfältig und orientiert sich an einer jeweiligen plastischen Umsetzung der kompositorischen Aufgabe. Infolge seiner umfangreichen Aufgaben als Intendant hat Zimmermann den letzten Jahren nur wenige Kompositionen veröffentlicht.
Schriften
Man sieht, was man hört, Udo Zimmermann über Musik und Theater, hrsg. von Frank Geißler, Leipzig 2003
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