Ziegelphysik ist eine spezielle Art von Pseudo-Physik.
Die zentrale Aussage der Ziegelphysik ist die Falschbehauptung, dass ältere, nicht-wärmegedämmte Ziegelgebäude einen geringeren Heizenergieverbrauch hätten als neuere, wärmegedämmte Gebäude.
Diese und weitere Falschbehauptungen der Ziegelphysik lassen sich stets auf falsch interpretierte Messwerte sowie die Unkenntnis grundlegender mathematisch-physikalischer Zusammenhänge (Mittelwertbildung, Energieerhaltungssatz etc.) zurück führen.
Als Vater der Ziegelphysik gilt der schweizerische Architekt Paul Bossert (geb. 1938). In seiner Polemik Mit verbundenen Augen auf dem falschen Dampfer, die in der Basler Zeitung vom 01.09.1980 abgedruckt wurde, meldete er öffentlich seine Zweifel am Energiesparen durch Wärmedämmung an. Den Begriff Ziegelphysik prägte der Physiker Dr. rer. nat. Rolf Güldenpfennig in seinem Artikel Ziegelphysik - Eine neue Bauphysik? (Fachzeitschrift Das Stuckgewerbe, 1983). Darin setzte er sich kritisch mit der Ziegelphysik und ihren Machern auseinander.
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