Zico (Brasilianisch: der Dünne) wurde der weiße Pele genannt und war einer der populärsten Spieler Brasiliens der 1970er und 1980er Jahre. Wie Pele trug er im Verein wie in der Natinalmannschaft die legendäre Nummer 10. Sein internationaler Stern ging bei der Fußballweltmeisterschaft 1978 in Argentinien auf, jedoch stand er hier noch im Schatten seines Vorgängers in der zentralen Mittelfeldposition Roberto Rivelino. Brasilien wurde WM-Dritter, doch Zico saß im Spiel um den Dritten Platz nur auf der Ersatzbank.
Zur Fußballweltmeisterschaft 1982 in Spanien fuhr er dann als weltbester Mittelfeldregisseur der damaligen Zeit und Brasilien galt als WM-Favorit. Zico erzielte zwar vier Tore und bezwang den Titelverteidiger Argentinien mit 3:1, doch im entscheidenen Spiel der Zweiten Finalrunde war Brasilien mit 2:3 dem späteren Weltmeister Italien unterlegen.
Bei der Fußballweltmeisterschaft 1986 in Mexiko war Zico zwar immer noch einer der besten Spieler der Welt, hatte seinen Zenit jedoch überschritten. Verletzungsbedingt fehlte er in den meisten Spielen und wurde nur noch zu Kurzeinsätzen eingewechselt. Doch konnte er im dramatischen Viertelfinalspiel gegen Frankreich auch keine Wende herbeiführen und letztendlich verlor er wieder ein wichtiges Spiel.
Der weltbeste Mittelfeldspieler seiner Zeit beendete seine Karriere ohne Weltmeistertitel 1990 zum ersten Mal und arbeitete für kurze Zeit im brasilianischen Sportministerium, um kurz darauf als Aktiver zum japanischen Klub Kashima Antlers zu gehen, der von Sumitomo gesponsert wird. 1994 wechselte er auf die Trainerbank und wurde Technischer Direktor von Kashima. Mit Zico schaffte Kashima dauerhaft den Aufstieg von der zweiten in die japanische erste Liga, was der Hauptgrund war, warum diese kleine Stadt schliesslich auch ein Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wurde.
Nach dieser WM übernahm Zico den Trainerposten der japanischen Nationalmannschaft vom Franzosen Philippe Troussier, der das vorher drittklassige Team bis ins Achtelfinale geführt hatte. Zico, der bis heute praktisch nur Portugiesisch spricht, konnte den hohen Erwartungen der japanischen Öffentlichkeit bis jetzt gerecht werden, unter anderem mit mehreren Kantersiegen in der asiatischen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.
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