Zetti war seit den 1950er Jahren eine bekannte Süßwarenmarke in der DDR. Hersteller war der VEB Zetti Schokoladen und Zuckerwaren Zeitz in Zeitz (Sachsen-Anhalt). 1992 erwarb die Goldeck Süßwaren GmbH die Produktionsanlagen und die Rechte am Markennamen "Zetti". Seit 1995 werden Zetti-Produkte in Zeitz wieder hergestellt, 1999 wurde eine neue Fabrik mit modernen Produktionsanlagen in Betrieb genommen.
Unter der Marke "Zetti" bietet Goldeck vor allem "Ostprodukte" wie Knusperflocken, Bambina und Schlagersüßtafel an, die in der DDR oft nur schwer erhältlich und begehrt waren. Im Zuge der Ostalgiewelle erlangten sie neue Beliebtheit. Erhältlich sind sie vor allem in Ostdeutschland und im spezialisierten Versandhandel.
Zetti Knusperflocken sind kleine, aus Vollmilchschokolade und Knäckebrot hergestellte Süßwaren. In Anspielung auf das West-Vorbild, die mit Cornflakes hergestellten Schoko Crossies, werden sie auch scherzhaft Schoko Ossis genannt. Knusperflocken werden seit 1995 wieder hergestellt.
Zetti Bambina ist eine Tafelschokolade aus Milchkaramelcreme mit gerösteten Haselnusssplittern und Vollmilchschokolade, die die gleiche Zielgruppe wie Kinder-Schokolade hat. Sie wird seit 1998 wieder hergestellt.
Zetti Schlagersüßtafel ist heute eine Tafelschokolade mit Haselnüssen. Sie wird in dieser Form seit 2000 hergestellt. Zu DDR-Zeiten handelte es sich allerdings um eine Art Schokoladenersatz mit Erdnüssen.
"Was war in der Süßtafel tatsächlich drin? Im Jahr 1974 bestimmte eine neue Schokoladen-Vorschrift, dass der Kakaomindestgehalt in Vollmilchschokolade von 25 auf sieben Prozent zu senken sei, denn Rohstoffe waren knapp. Dafür wurde der Fettanteil erhöht, statt teurer Mandeln wurden Haselnüsse mit gemahlenen Erbsen zu einer Masse verarbeitet. Wenn schon in Vollmilchschokolade nur noch Kakaospuren enthalten waren, kam die Süßtafel ganz ohne solch eitle Zutat aus._.. Die Schlagersüßtafel ist ein weiterer Schritt, eine fast vergessene Naschtradition lebendig zu halten, auch wenn die Süßtafel jetzt doch Kakao enthält und nicht so recht nach DDR schmecken wird. Am Donnerstag ist das Band angelaufen, ab Montag warten wir auf den Verkaufsschlager." Martin Z. Schröder in der Berliner Zeitung vom 29. Januar 2000
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