Seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts beschäftigte sich Zeppelin mit dem Problem des lenkbaren Ballons. 1899 begann er mit dem Bau des ersten lenkbaren Starrluftschiffs, das er 1900 zu drei Aufstiegen über dem Bodensee nutzte.
Die immer besseren Resultate führten zu einer spontanen Begeisterung in der Bevölkerung, was entscheidend dazu beitrug, dass der Graf die Technik der Luftschiffe und ihres Betriebes weiterentwickeln konnte.
Schon die Realisierung des zweiten "Zeppelins" war nur möglich durch Spenden und die Einnahmen einer Art Geldlotterie. Endgültig finanziell gesichert wurde die weitere Entwicklung der Luftschiffe erst, als 1908 der Zeppelin LZ 4 bei Echterdingen verunglückte, was eine Welle der Hilfsbereitschaft auslöste. Eine Spendenaktion erbrachte über 6 Mio. Mark, und Graf von Zeppelin konnte davon die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und eine Zeppelin-Stiftung gründen.
1908 kaufte die Militärverwaltung das voll funktionsfähige Luftschiff LZ 3 und stellte es als Z I in Dienst. Seit 1909 wurden Zeppeline auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt: bis 1914 beförderte die Deutsche Luftschiffahrts AG (DELAG) auf mehr als 1500 Fahrten insgesamt fast 35.000 Personen unfallfrei.
Die größte Anzahl von Zeppelinen wurde während des Ersten Weltkriegs gebaut. Anfangs waren die Luftschiffe als Bomber und Aufklärer unersetzlich, doch im Laufe des Krieges ging die Technik-Entwicklung über sie hinweg, und die Flugzeuge übernahmen die Rolle der Luftwaffe.
Graf von Zeppelin starb 1917, also noch vor Ende des Krieges. Das vorläufige Aus für seine Luftschiffe aufgrund des Versailler Vertrags erlebte er ebensowenig wie die zweite Blüte, die sie unter seinem Nachfolger Hugo Eckener erfuhren.
Erst zwanzig Jahre später leitete das Unglück von LZ129 »Hindenburg«, die am 6. Mai1937 bei der Landung in Lakehurst in Flammen aufging und der heraufziehende Zweite Weltkrieg das endgültige Ende der riesigen Starrluftschiffe ein.
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