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Zeitmaschine

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Eine Zeitmaschine ist eine Maschine zur Durchführung von Zeitreisen.


Zeitmaschinen sind nach heutigem anerkannten Kenntnisstand nicht möglich. Sie sind aber ein beliebtes Thema in der Science-Fiction-Literatur. Am bekanntesten ist dazu wohl der gleichnamige Roman von H. G. Wells.


Inhaltsverzeichnis


1 Zeitmaschinen in der Literatur

2 Experimente mit Zeitmaschinen

3 Zeitdilatation

4 Weblinks


Zeitmaschinen in der Literatur

Die in der Literatur und im Film vorkommenden Zeitmaschinen kann man grob in zwei Klassen einteilen:


  • 1. Die eine Klasse von Zeitmaschinen bewegt sich kontinuierlich in der Zeit: der Zeitreisende sieht die verstreichende Zeit und die Vorgänge, wenngleich in beschleunigter bzw. umgekehrter Abfolge. Ein Beispiel hierfür ist die Zeitmaschine im oben erwähnten Roman von H. G. Wells.
  • 2. Die andere Klasse von Zeitmaschinen bewegt sich sprungartig in der Zeit: Die Zeitmaschine verschwindet einfach am Start-Zeitpunkt, um am Ziel-Zeitpunkt wieder aufzutauchen. Der Zeitreisende erlebt dabei einen abrupten Übergang in die andere Zeit. Ein Beispiel für diese Art Zeitmaschine kommt im Film "Zurück in die Zukunft" vor. Der Uhrenvergleich beim ersten Test der Zeitmaschine belegt, dass die Zeitreise für den Zeitreisenden keine Zeit benötigt.


Experimente mit Zeitmaschinen

Der russische Ingenieur Vadim Chernobrov behauptet, etwa 1987 eine funktionierende Zeitmaschine gebaut zu haben. Innerhalb einer Kapsel erzeugte er mit einem komplexen System von Elektromagneten rotierende elektromagnetische Felder, wodurch ins Kapselinneren Feldteilchen gepumpt werden, was den Lauf von Präzisionsuhren verändert, so wie in starken Gravitationsfelder. Cernobrov, der früher in der sowjetischen Raumfahrtagentur arbeitete, testete seine Maschine in Wolgograd anfangs nur mit toten Gegenständen und mit Tieren. Seitdem hat er seine Maschine verbessert, die Zeitverschiebungen werden jetzt mit symmetrischen Kristalloszillatoren gemessen. Pro Zeitintervall will er Zeitdifferenzen bis zu 3% gemessen haben.


Unterlagen über diesbezügliche Experimente der sowjetischen Akademiemitglieder Igor Kurtschatow und Abram Fjodorowitsch Joffé aus den 50er Jahren sind inzwischen ebenfalls in Archiven aufgefunden worden. Diese und ähnliche Experimente sind nur von wenigen anderen Wissenschaftlen wiederholt worden, wie z.B. von Alexander Frolov, Nikolay A. Kozyrev, Albert Veinik, Lavrenty S. Shikhobalov, Alexander M. Mishin, Alexander Abian, Yuri G. Belostotsky, A A. Nassikas.


Eine andere technische Lösung ist das Einfrieren von Materie und von kälte- oder feldresistenten Einzellern und Lebewesen mittels starken statischen Feldern oder mittels Abkühlung. Damit ist für das eingeforene Lebewesen eine Reise in die Zukunft möglich, jedoch keine Rückkehr. Nichttödliches Einfrieren von Menschen ist bisher nicht möglich.


Durch Superluminares Tunneln (siehe Überlichtgeschwindigkeit) war es bereits für Teilchen bzw. Photonen möglich eine Zeitumkehr zu erreichen, d.h. aus der Experimentellen Anordnung - dem "Tunnel" - kamen die Teilchen heraus, bevor sie hineingestrahlt wurden.


Es könnte möglich sein, dass ein Wurmloch, ein Schwarzes Loch oder ein anderes gravitationserzeugendes oder felderzeugendes Gebilde als Zeitmaschine benutzt werden könnte. Nach der Allgemeine Relativitätstheorie hat jede irgendwie geartete Materie- oder Energieveränderung räumliche und zeitliche Veränderungen zur Folge und umgekehrt, da Raum-Zeit-Materie-Energie nicht getrennt voneinander existieren und Materie eine Energieform ist.


Zeitdilatation

Die spezielle Relativitätstheorie sagt eine Verlangsamung der Zeit bei Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit voraus, einen Zeitstillstand bei Lichtgeschwindigkeit sowie eine Zeitumkehr (negative Zeit) bei Überlichtgeschwindigkeit, wobei letzter Effekt lediglich aufgrund des mathematischen Formalismus erscheint und physikalisch keinen Sinn macht, da hier imaginäre Werte auftauchen. Die erstere Voraussage ist vielfach experimentell bestätigt worden, zum Beispiel indem hochgenaue atomuhren in Flugzeugen mit baugleichen Uhren am Boden verglichen wurden oder durch die Verlängerung der Lebensdauer von Elementarteilchen in Teilchenbeschleunigern.


Dieser Effekt könnte theoretisch benutzt werden, um in wenigen subjektiven Jahren viele Jahre in einem Bezugssystem, zum Beispiel der Erde, vergehen zu lassen. Dazu wäre es erforderlich, dass Menschen mit Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit reisen könnten. Die Nutzung des Effekts mit weniger Aufwand an subjektiver Zeit, also etwa nur Tage oder Stunden, ist nicht möglich, da ein Mensch die dazu nötige Beschleunigung nicht überstehen würde, selbst wenn sie technisch machbar wäre.


Eine Zeitmaschine im Sinne der üblichen literarischen Vorstellungen kann mit diesem Effekt nicht gebaut werden, falls die Beschleunigungskräfte nicht neutralisiert werden können.


Siehe auch: Zeitreise, Tachyon


Weblinks



Literarische Beispiele:




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