Die Firmengruppe Zeiss Ikon (ZI) entstand im Herbst 1926 durch Zusammenschluß der deutschen Kamerahersteller Ica, Contessa-Nottel, Ernemann, Goerz und Carl Zeiss, Jena; Firmenstandorte waren Dresden, Stuttgart und Berlin. Zeiss Ikon ist auch ein Markenname.
Produkte
Das Unternehmen fertigte vor allem Qualitätskameras mit den bekannten Tessaren, die bis heute gefertigt werden, die Contarex, die Contaflex, die Ikoflex sowie daneben auch diverse Boxkameras wie die Box Tengor in diversen Varianten für die Aufnahmeformate 6x9 cm, 4,5x6 cm und 6,5x11 cm, die Baldur, die Era sowie die Balilla.
Heute produziert das Unternehmen nur noch Schließanlagen und Sicherheitstechnik.
Unternehmens- und Produktgeschichte
Zeiss Ikon war lange Zeit das bedeutendste der zahlreichen Dresdner Kamerhersteller und bis zum Zweiten Weltkrieg Weltmarktführer bei Schmalfilmkameras.
Nachdem Zweiten Weltkrieg ging Zeiss Ikon teilweise auf in den Unternehmen Praktika und Pentacon (Dresden). 1948 wurde das Unternehmen umbenannt in Zeiss-Ikon und zum Staatsbetrieb in Dresden; 1949 stellte der Hersteller die weltweit erste Kamera mit Reflex-Prisma und nicht spiegelverkehrtem Sucherbild vor (Contax S, Dresden). 1958 erfolgte eine weitere Umbenennung zum VEB Kamera- und Kinowerke Dresden; in Westdeutschland firmierte das Unternehmen als Zeiss Ikon AG mit Sitz in in Stuttgart.
1956 wurde Zeiss Ikon mit Voigtländer in der Carl Zeiss Stiftung zusammengefasst und 1970 beide Werke fusioniert. Die Objektivproduktion wurde nach Braunschweig verlagert, die Kameraproduktion verblieb in Stuttgart; das Werk in Stuttgart wurde 1972 geschlossen und die Produktion von fotografischen Geräten eingestellt.
Zeiss produzierte später auch in Jena und Oberkochem. Die ehemaligen Dresdner Werke Pentacon und Praktika produzieren heute nach Insolvenz wieder, Spezialkameras zum Messen, und Digitalkameras besonders für den chinesischen Markt. In Jena und Oberkochen produzieren ganz unabhängig davon Jenoptik und Zeiss Germany.
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