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Zakopane

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Zakopane [sakopane] ist eine Mittelstadt im Verwaltungsbezirk Kleinpolen im südlichsten Teil Polens - rund 90 km südlich der Stadt Krakau in einem weiten Talbecken der Hohen Tatra nahe der slowakischen Grenze gelegen. Die Stadt ist das größte Wintersportzentrum des Landes und beheimatet das über die Landesgrenzen hinweg bekannte Tatra-Museum.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

  1.1 Die Goralen

  1.2 Ehrgeizige Projekte

  1.3 Zakopane-Stil

2 Fremdenverkehr

3 Geographie

4 Verweise


Geschichte

Zakopane wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt, wenngleich die Geschichte der Stadt bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht, als sie unter dem Namen Zakopisko erstmals erwähnt wurde. Seinerzeit siedelten sich hier die ersten Hirten, Bauern und Holzfäller an. Im nahegelegenen Kuźnice (heute ein Stadtteil von Zakopane) entstand Mitte des 18. Jahrhunderts ein Hüttenwerk, in der das aus der Hohen Tatra gewonnene Eisenerz verarbeitet wurde.


Die Goralen

Zakopane blieb bis Ende des 19. Jahrhunderts ein beschauliches Dörfchen, in dem die Goralen ihre einfachen Holzhäuser bauten, die sie ab etwa 1850 zum Teil auch ortsfremden Besuchern zur Verfügung stellten. Zakopane entwickelte sich zu jener Zeit immer mehr zu einem beliebten Urlaubsziel - insbesondere für Künstler, die hier Inspiration und Schaffenskraft suchten. Um die Jahrhundertwende entstanden die ersten Hotels und 1899 schließlich auch eine Eisenbahnlinie, die Zakopane mit Krakau verband. Ab diesem Zeitpunkt reisten immer mehr Menschen an den Fuß der Hohen Tatra; erholten sich, gründeten die ersten Bergsteigervereine oder erforschten Sitten und Gebräuche der ihnen bis dato unbekannten Goralen. Deren Kultur, ihre traditionellen Gesänge und ihre Sprache - ein polnisch-slowakischer Dialekt - ist bis heute in der Umgebung von Zakopane erhalten geblieben.


Ehrgeizige Projekte

Nach der Wiederentstehung des polnischen Staates im Jahre 1918 (siehe hierzu: Geschichte Polens) wurde die Ferienregion um Zakopane zu einem der ehrgeizigsten Projekte der polnischen Touristenvereine. 1925 wurde die erste Sprungschanze eröffnet, 1939 startete die erste Seilbahn auf den Kasprowy Wierch. Ab 1929 wurde Zakopane als Austragungsort der FIS-Weltmeisterschaft, die man sich danach auch in den Jahren 1939 und 1962 sicherte, weltweit bekannt. Bei der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele im Jahr 2010 blieb Zakopane dagegen chancenlos.


Zakopane-Stil

Nicht nur die sportlichen Großereignisse und die mit ihnen einhergehenden Besucherströme veränderten das Bild von Zakopane, das im Jahre 1933 das Stadtrecht zugesprochen bekam. Neben den vielen traditionellen Holzhäusern der Goralen hielt ab 1893 der so genannte Zakopane-Stil Einzug, der nach den Vorstellungen des Architekten Stanisław Witkiewicz die Tradition der Goralenarchitektur mit Elementen des modernen Jugendstils vereinte. Das erste dieser von Witkiewicz entworfenen Häuser ist die Villa Koliba, die heute ein Museum beherbergt, das sich jener regionalen Stilepoche ausführlich widmet.


Fremdenverkehr

Zakopane trägt zwei inoffizielle Bezeichnungen, die bereits die Bedeutung der Ferienregion treffend bezeichnen: Winterhauptstadt Polens und Hauptstadt der Tatra. Steht auch Skifahren im Vordergrund, so finden Sportler aber auch andere Möglichkeiten wie Snowboarden oder Gleitschirmfliegen in Zakopane vor. Der Ausbau von Seilbahnen und Schneekanonen wurde stetig vorangetrieben, Hotelnetze verdichteten sich und fernab der Pisten entstanden in den Straßen der Stadt traditionelle, mit der Kultur der Goralen verbundene Märkte. Die Stadt bietet zudem etliche Restaurants, Kaffeehäuser und Diskotheken.


Rund drei Millionen Besucher zählt die Stadt jährlich.


Geographie

[Bild extern:] Klimadiagramm Zakopane


Zakopane ist die höchstgelegene Stadt Polens: Das Stadtgebiet reicht von 750 bis zu 1000 m ü. NN. Die Stadtmitte, die Kreuzung von Krupowkistraße und Kosciuszkostraße befindet sich in einer Höhe von 838 m. Zakopane besitzt wegen seiner Höhenlage etwas niedrigere Temperaturen und deutlich höhere Niederschläge als Orte im Flachland.


Verweise



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