Die Zahnbürste ist ein Instrument zur Reinigung und Pflege der Zähne. Die Borsten der Zahnbürsten werden mit unterschiedlicher Härte, und in diversen Größen und Formen angeboten.
Das verbreitetste und auch günstigste Modell ist die mit der Hand geführte Kopfzahnbürste. Daneben etablieren sich in Regionen mit ausreichender elektrischer Versorgung zunehmend Elektrische Zahnbürsten. Vorteilig ist bei diesen Modellen die bessere Reinigungsleistung, da der Zahnputzkopf mit ca. 3.000 Bewegungen pro Minute deutlich häufiger Bewegt wird, als ein Mensch es mit der Handzahnbürste könnte. Als Weiterentwicklung der Elektrischen Zahnbürste gilt die Elektronische Schallzahnbürste. Anstelle eines gewöhnlichen Elektromotors wird der Kopf über einen UltraschallMotor angetrieben. Der Zahnputzkopf kann so ca. 30.000 Bewegungen pro Minute durchführen.
Zur Unterstützung der Reinigung wird überwiegen eine Zahnpaste verwendet. Mit ihr verkürzt sich die erforderliche Putzzeit erheblich.
Zahnbürsten sollten aus hygienischen Gründen nie von mehreren Personen gemeinsam benutzt und nach sechs bis acht Wochen ersetzt werden.
Aus medizinischer Sicht sollten die Reinigung der Zähne täglich zwei bis drei Mal, bzw. nach den Mahlzeiten erfolgen. Insbesondere die abendliche Zahnpflege, nach dem Genuß der letzten Speisen dient besonders der Mundhygiene und ist ein wichtiges Mittel zur Vorbeugung gegen Karies und Parodontitis.
Entwicklungsgeschichte
Archäologische Funde in altägyptischen Gräbern aus der Zeit um 3.000 v. Chr. belegen, dass die erste Zahnbürste ein kleiner Stock zum kauen war. Es war das dünne Stück eines Astes, das an einem Ende zerfasert wurde. Bei einigen Naturvölkern sind solche Kaustöckchen noch heute in Gebrauch. In China wurden um 1.500 die ersten Zahnbürsten mit Borsten ersonnen. Sie waren allerdings noch pinselförmig. Die Borsten stammten aus dem Nacken von Hausschweinen und wurden an Stielen aus Bambus oder Knochen befestigt. Kaufleute brachten diese Bürsten nach Europa. Hier wurden die Borsten aber als zu hart empfunden. In Europa bevorzugte man zu jener Zeit weicheres Pferdehaar. Der französische Arzt Dr. Pierre Fauchard, der Vater der modernen Zahnheilkunde gilt, äußerte sich in seinem Lehrbuch von 1728 abfällig über die wirkungslosen, weil viel zu weichen Zahnbürsten aus Rosshaaren. Zu der Zeit wurden die Zähne überwiegend mit Schmämmen oder Läppchen gereinigt. Der Engländer William Addis gründete 1780 die erste Firma die Zahnbürsten professionell aus Kuhknochen und -borsten herstellte. Die Zahnbürste war ein Luxusgut der Wohlhabenden. Mit der Erfindung des Nylons wurde 1938 die billige Massenherstellung von Zahnbürsten ermöglicht. Diese erste Generation von Zahnbürsten war jedoch noch so hart, dass sie das Zahnfleisch verletzten, und daher kaum zu empfehlen waren. Erst 1950 war weicheres Nylon verfügbar, welches sich besser eignete.
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