Er ist keine imposante Erscheinung und fast so winzig wie der kleinste Hund der Welt, nämlich der Chihuahua, gemessen an seiner Beliebtheit jedoch gehört er zu den ganz Großen seiner Art.
Geschichte
Der Yorkshireterrier wurde bereits Ende des vergangenen Jahrhunderts in der Grafschaft Yorkshire gezüchtet, nach der er auch seinen Namen trägt. Über seine Herkunft ist nichts Näheres bekannt.
Es wird angenommen, dass er durch Kreuzung mehrerer Rassen entstand, unter denen am häufigsten der Skye-Terrier vertreten war.
Auch besteht die Vermutung, dass der Malteser mit eingekreuzt wurde.
Er wird gern als Luxushund gehalten.
Der Terrier soll anfänglich von Bergarbeitern gezüchtet worden sein.
Sie wollten sich damit einen kleinen Hund für die Höhlenjagd schaffen, was sie wohl zunächst auch erreicht haben.
Aber diese Qualität des Hundes ist dann doch mit der Zeit immer mehr verloren gegangen. Zu Beginn der Zucht waren diese Hunde noch wesentlich größer und nur allmählich ist man zu der jetzt einheitlichen Größe gelangt.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich der bis dahin recht seltene Luxus- und Begleithund die Welt erobert.
Charakter
Wie bei einem Hund, der früher als Rattenkiller sehr beliebt war, nicht anders zu erwarten, hat der Yorkshireterrier ein durchaus sprühendes Temperament. Auch von größeren Hunden oder fremden Menschen läßt er sich nicht weiter beeindrucken.
Er ist nicht nur ein guter Wachhund, sondern auch ein ausgesprochen liebenswerter Hausgenosse.
Da es ihm nicht an Selbstsicherheit fehlt, gefällt sich der Yorkshireterrier im Ausstellungsring, wo er durchaus die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken versucht.
Aussehen
Allgemeines: Sehr zierlich und trotzdem kompakt; lebhaft und mutig
Grösse: Schulterhöhe etwa 22 bis 24 cm
Gewicht: Idealgewicht 2,4 bis 3,1 kg
Körper: Kompakt und relativ gut proportioniert, aber nicht stämmig; Gerader Rücken
Kopf: Ziemlich klein und flach; Fang sollte eher kurz sein
Augen: Mittelgroß, dunkel von listigem Aussehen; intelligent; wachsam
Ohren: V-förmig und klein; Relativ hoch angesetzt, aber nicht zu weit auseinanderstehend; aufrecht getragen
Läufe: Gerade; Unter der langen Behaarung verschwindend
Hinterhand: Gerade Läufe; Gut gewinkelt
Pfoten: Rund mit schwarzen Krallen
Rute: Stark behaart und etwas über Rückenniveau getragen
Haarkleid: Langes, sehr feines, seidig glänzendes und gerades Haar
Farbe: Am Kopf tan, noch tiefer im Ton an der Seite des Kopfes, am Ohrenansatz und am Fang; Auf keinen Fall darf sich das tan am Kopf zum Hals hin ausdehnen oder sich rußfarbenes oder dunkles Haar in das tan mischen.
Die Kante des Augenlides ist dunkel, die Ohren sind mit kurzem, reichem tanfarbenem Haar bedeckt, die Läufe zeigen goldenes tan. Die Haare sind an den Enden heller als an der Wurzel.
Dunkles stahlblau erstreckt sich vom Hinterhauptbein bis zur Wurzel der Rute, nie untermischt mit sekt- oder bronzefarbenen oder dunklen Haaren.
An der Brust reiches glänzendes tan.
Fehler: Kippohren; Zu helle Augen; Übergröße; Gelbbraunes Haar am Körper; welliges oder wolliges Haar Möchte man das Tier von seiner besten Seite zur Geltung bringen, so bedarf es dazu durchaus zeitraubender Bemühungen.
Ohne Pflege wird das dünne Haar sehr leicht brüchig und verliert seinen glänzend-seidigen Charakter.
Auch einen Haarwechsel, wie bei Kurzhaar-Rassen, kennt er nicht. Trotz der Länge ist das Haar aufgrund dessen seidiger
Struktur durch regelmäßiges Bürsten verhältnismäßig einfach zu pflegen.
Wichtig bei der Anschaffung ist nur, dass man einen guten Züchter findet. Er sollte viel Rassenverstand besitzen und auch auf die Gesundheit seiner Tiere achten. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem Kauf gut informieren und evtl.
einen längeren Weg zum Züchter einplanen, denn gute Yorkshireterrier-Züchter findet man selten.
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