Gaius Stertinius Xenophon war der Leibarzt des römischen KaisersClaudius. Wie sein griechischer Namensbestandteil Xenophon zeigt, müsste er wie die meisten römischen Ärzte aus dem griechischen Osten des Reiches stammen. Sein Wohnhaus in Rom lag, wie ein Wasserleitungsrohr mit seinem Namen zeigt, auf dem Hügel Caelius.
Als Agrippina, die Frau des Claudius, im Jahr 54 n. Chr. versuchte, ihren Mann zu vergiften, half Xenophon ihr dabei, den Tod endgültig herbeizuführen, indem er den Rachen des Kaisers mit einer Tinktur auspinselte, die angeblich ein Brechmittel war, in Wirklichkeit aber ein schnell wirkendes Gift, wie der Historiker Tacitus in seinen Annalen (12, 67) berichtet.
Nach anderen Angaben ist das Gift von der berühmten Giftmischerin Locusta geliefert worden. Als dieses jedoch nicht wirkte, wurde Xenophon um Hilfe gebeten. Unter dem Vorwand, den Patienten zum Erbrechen bringen zu wollen, habe eine vergiftete Pfauenfeder den Tod des Kaisers herbeigeführt.
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