Der Ausdruck Xenophobie (von griechischxenos "fremd, Gast", phobos "Furcht") bezeichnet die Furcht vor dem Fremden. Der Begriff steht im Gegensatz zur Xenophilie. In der Gegenwart ist Xenophobie unter diversen Namen wie Fremdenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass präsent.
Xenophobie hat kulturelle ebenso wie biologische Wurzeln:
biologisch wie Tierarten: das eigene "Territorium", das zur Aufzucht von Nachwuchs benötigte, wird verteidigt
kulturell: alles menschliche Verhalten ist kulturell überformt, d.h. kollektive Feindseligkeit ist erworbene Grundstimmung. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Mentalität einer Bevölkerung. Ländliche, auf Grundbesitzerstrukturen und sehr stark auf fixierte Regeln abstellende Traditionen beruhende Gesellschaften sind meistens Neubürgern gegenüber eher zurückhaltend bis ablehnend eingestellt. Auch die vor Ort vorherrschende Religion hat nachweislich großen Einfluss auf die beobachtbare "ortsübliche" Haltung gegenüber Fremden. Die heutige Redewendung vom Sündenbock beruht auf Berichten aus biblischen Überlieferungen, dass die Sühne für religiöse Übertretungen rituell auf einen Opfer-Ziegenbock übertragen wurde, der dann entweder "in die Wüste gejagt" oder geschlachtet wurde.
Auf einigen Inseln hat sich im Zuge einer xenophoben Entwicklung, in der das Moment der Furcht hervorsticht, der so genannte politische Nativismus entwickelt. Der Nativismus betont die angebliche Überlegenheit der eigenen Herkunft und ethnischen Zugehörigkeit gegenüber dem "nur Zugezogenen", Fremden. Dies ist ebenso ein Forschungsgebiet für Politikwissenschaftler wie für Ethnologen wie die Frage, warum extrem feindselige, gewalttätige Ethnien neben sehr aufgeschlossenen, friedlichen Völkern aus der gleichen Herkunft entstehen und koexistieren konnten (Beispiel der historischen nordamerikanischen Indianervölker).
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