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Wurmmollusken

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Als Wurmmollusken oder Aplacophora wird eine Gruppe wurmförmiger und schalenloser Weichtiere bezeichnet. Die Angehörigen dieser Tiergruppe gehören dabei entweder zu den Schildfüßern (Caudofoveata) oder zu den Furchenfüßern (Solenogastres).


Es ist bis heute nicht vollständig geklärt, ob diese Tiere ihre Schale, die bei allen anderen Weichtieren vorhanden ist, im Laufe der Evolution verändert haben, oder ob sie nie eine hatten. Statt einer Schale enthält ihre Kutikula jedoch Kalknadeln oder wird von kleinen Kalkschuppen bedeckt. Die Wurmform der Tiere ist die Folge einer Reduktion des muskulösen Fußes.


Schildfüßer - Caudofoveata

Die etwa 60 Arten der Schildfüßer leben in der oberen Schicht von weichen Meeresböden. Sie sind bis auf wenige Ausnahmen kürzer als 3 cm. Der Kopf mit der Radula der Tiere steckt dabei im Meeresboden während das Hinterende mit den Kiemen in das freie Wasser ragt. Die bewimperten Lamellen der Kiemen werden durch lange Kalknadeln geschützt.


Ihren Namen verdanken die Schildfüßer einem Fußschild im Bereich des Mundes, den sie zum Graben benutzen. Dieser Schild ist mit verschiedenen Sinnesorganen bestückt und dient so auch als Sinnesplatte. Ihre Nahrung, die sie dem Sediment entnehmen, besteht aus Detritus (Abbaustoffe), Foraminiferen und Diatomeen.


Schildfüßer sind getrenntgeschlechtlich und geben ihre Gameten (Eier und Spermien) ins freie Wasser ab, wo die Befruchtung stattfindet. Über die Entwicklung der Tiere ist nur sehr wenig bekannt.


Furchenfüßer - Solenogastres

Zu den Furchenfüßern gehören etwa 180 Arten. Die Tiere leben entweder grabend im Sediment oder gleitend auf dem Meeresboden, viele Arten besiedeln auch Korallen und Hydrozoen. Sie können dabei in Tiefen bis zu 4000 Meter vorkommen. Die meisten Angehörigen dieser Gruppe sind kleine, häufig nur wenige Millimeter lange Tiere. Wenige Ausnahmen können bis zu 30 cm lang werden.


Die wurmförmigen Tiere besitzen an der Bauchseite eine Furche, die bei wenigen Arten ein Rudiment des ehemaligen Fusses enthält. In bestimmten Drüsenzellen dieser Furche wird ein Schleim produziert, auf dem die Tire mit der bewimperten Oberfläche der Furche über das Substrat gleiten können.


Ihre Nahrung nehmen die meisten Arten direkt vom Substrat auf, indem sie die Beute mit ihrer zweizeiligen Radula packen und dann fressen. Eine Reihe anderer Arten saugt an Hydroidpolypen und hat dafür ein spezielles Pumpsystem entwickelt. Etwa ein Drittel der Arten besitzt keine Radula.


Solenogastres sind Zwitter, wobei sie im Laufe ihrer eigenen Entwicklung ihr funktionelles Geschlecht ändern. Junge Tiere fungieren als Männchen und befruchten die älteren funktionellen Weibchen mit Hilfe ihrer als Penes ausgestülpten Laichgänge. Die gleichen Strukturen enthalten bei den Weibchen die Eier. Kalknadeln der Mantelwand sollen als Liebespfeile stimulierend wirken. Der befruchtete Laich wird in das Wasser abgegeben und entwickelt sich zu einer Hüllglockenlarve, die sich später streckt und die Form der erwachsenen Tiere annimmt.


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