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Württemberg

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[Bild extern:] Karte von Württemberg<br />1806-1945


Württemberg war ein Land des Deutschen Reichs, bzw. der Weimarer Republik, und liegt im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Die Hauptstadt war Stuttgart.


Inhaltsverzeichnis


1 Namensgebung

2 Geschichte

  2.1 Grafschaft 1092 bis 1495

    2.1.1 Grafen

  2.2 Herzogtum 1495 bis 1805

    2.2.1 Herzöge

  2.3 Territoriale Veränderungen zwischen 1793 und 1815

  2.4 Königreich 1806 bis 1918

    2.4.1 Könige

    2.4.2 Leitende Minister

  2.5 Republik 1918 bis 1945

3 Verwaltungsgliederung

  3.1 Verwaltungsgliederung bis 1938

    3.1.1 Neckarkreis

    3.1.2 Schwarzwaldkreis

    3.1.3 Jagstkreis

    3.1.4 Donaukreis

  3.2 Verwaltungsgliederung ab 1938

    3.2.1 Stadtkreise

    3.2.2 Landkreise

4 Weblinks


Namensgebung

Der Name Württemberg leitet sich von einem Berg in Stuttgart-Rotenberg (Stadtbezirk Stuttgart-Untertürkheim) ab. Hier stand die ehemalige Stammburg Wirtemberg aus dem 11. Jahrhundert, an deren Stelle 1820 eine Grabkapelle für Königin Katharina von Württemberg errichtet wurde.


Württemberg bezeichnet auch ein deutsches Weinanbaugebiet - siehe Württembergischer Wein.


Geschichte

siehe auch: Liste der Herrscher von Württemberg


Grafschaft 1092 bis 1495

Grafen

1442 wurde Württemberg geteilt. Der Nürtinger Vertrag bestimmte einen Stuttgarter Teil und einen Uracher Teil. Die Teilung wird 1482 mit dem Münsinger Vertrag wieder aufgehoben.

Herzogtum 1495 bis 1805

Herzöge



Territoriale Veränderungen zwischen 1793 und 1815

1793 annektierte das revolutionäre Frankreich die linksrheinischen Besitzungen Mömpelgard und Reichenweiher.


1803 und 1806 wurden nach dem Reichsdeputationshauptschluss zahlreiche kleine Herrschaften aufgelöst und dem Herzogtum Württemberg einverleibt, das gleichzeitig zum Kurfürstentum erhoben wurde.


Zu Württemberg kamen:




Württemberg gab Exklaven im mittleren Schwarzwald an Baden ab.


Das zuvor rein und streng lutherische Württemberg erhielt durch die territorialen Zugewinne eine beträchtliche katholische Minderheit.


Königreich 1806 bis 1918

1806 wurde Württemberg zum Königreich erhoben und erlangte bis 1810 u.a. durch Tausch mit Bayern und Baden weitere Gebiete. Dieser Zuwachs wurde durch den Wiener Kongress 1815 völkerrechtlich bestätigt.


Das Königreich Württemberg wurde 1810 in 12 Landvogteien eingeteilt, die sich in Oberämter gliederten. 1818 wurden die 12 Landvogteien durch 4 Kreise ersetzt: Donaukreis (Ulm), Neckarkreis (Ludwigsburg), Jagstkreis (Ellwangen) und Schwarzwaldkreis (Reutlingen), welche erst zum 1. April 1924 aufgelöst wurden.


Könige



Leitende Minister

Königreich Württemberg
Präsidenten des Staatsministeriums
NameAmtsantrittEnde der Amtszeit
Hermann Karl Friedrich Freiherr von Mittnacht1. Juli 18769. November 1900
Max Freiherr Schott von Schottenstein3. Dezember 190013. April 1901
Wilhelm August Breitling15. April 19014. Dezember 1906
Karl Freiherr von Weizsäcker4. Dezember 19066. November 1918
Theodor Liesching7. November 19189. November 1918

Republik 1918 bis 1945

Tabelle


Verwaltungsgliederung

Die Zahl der Oberämter variierte im Laufe der Geschichte durch Auflösungen und Neugründungen. Anfang des 19. Jahrhunderts waren es insgesamt 64 Oberämter, 1938 wurden die noch bestehenden 61 Oberämter und der Stadtdirektionsbezirk Stuttgart zu 34 Landkreisen und 3 Stadtkreisen zusammen gefasst.


Verwaltungsgliederung bis 1938

(Auflösung der Oberämter) bzw. 1924 (Auflösung der 4 Kreise)


Neckarkreis

  • 1. Stadt Stuttgart
  • 2. Backnang
  • 3. Besigheim
  • 4. Böblingen
  • 5. Brackenheim
  • 6. Cannstatt
  • 7. Esslingen
  • 8. Heilbronn
  • 9. Leonberg
  • 10. Ludwigsburg
  • 11. Marbach
  • 12. Maulbronn
  • 13. Neckarsulm
  • 14. Stuttgart (Amt)
  • 15. Vaihingen
  • 16. Waiblingen
  • 17. Weinsberg


Schwarzwaldkreis

  • 1. Balingen
  • 2. Calw
  • 3. Freudenstadt
  • 4. Herrenberg
  • 5. Horb
  • 6. Nagold
  • 7. Neuenbürg
  • 8. Nürtingen
  • 9. Oberndorf
  • 10. Reutlingen
  • 11. Rottenburg
  • 12. Rottweil
  • 13. Spaichingen
  • 14. Sulz
  • 15. Tübingen
  • 16. Tuttlingen
  • 17. Urach


Jagstkreis

  • 1. Aalen
  • 2. Crailsheim
  • 3. Ellwangen
  • 4. Gaildorf
  • 5. Gerabronn
  • 6. Schwäbisch Gmünd
  • 7. Schwäbisch Hall
  • 8. Heidenheim
  • 9. Künzelsau
  • 10. Bad Mergentheim
  • 11. Neresheim
  • 12. Öhringen
  • 13. Schorndorf
  • 14. Welzheim


Donaukreis

  • 1. Biberach
  • 2. Blaubeuren
  • 3. Ehingen
  • 4. Geislingen
  • 5. Göppingen
  • 6. Kirchheim
  • 7. Laupheim
  • 8. Leutkirch
  • 9. Münsingen
  • 10. Ravensburg
  • 11. Riedlingen
  • 12. Saulgau
  • 13. Tettnang
  • 14. Ulm
  • 15. Waldsee
  • 16. Wangen


Verwaltungsgliederung ab 1938

Damals umfasste Württemberg eine Fläche von 19.506 km² und hatte ca 2,9 Mio. Einwohner.


Stadtkreise



Landkreise



Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Württemberg Teil der amerikanischen bzw. französischen Besatzungszone. Diese bildeten zusammen mit dem ehemaligen Land Baden die 3 Länder Württemberg-Baden, Baden (Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern, die sich 1952 zum Bundesland Baden-Württemberg vereinigten.


Weblinks



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