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Wörgl

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Wörgl ist eine Stadt im Inntal des Bezirks Kufstein in Tirol, etwa 20 km von der Staatsgrenze zum Freistaat Bayern .


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

2 Wörgler Freigeldexperiment

3 Partnerstädte

4 Geografie

5 Persönlichkeiten

6 Sehenswürdigkeiten

7 Wirtschaft

8 Nachbargemeinden:

9 Links


Geschichte

Wörgl ist uraltes Siedlungsgebiet. Ausgrabungen beweisen, dass hier schon in der frühen Eisenzeit reger Handel getrieben wurde.


Am 13. Mai 1809 fand bei Wörgl eine entscheidende Schlacht im Tiroler Freiheitskampf unter Andreas Hofer gegen die Bayern statt, die mit einer Niederlage der Tiroler unter General Chasteler endete. Noch heute erinnert ein von Christian Plattner liebevoll gestaltetes und zum 100jährigen Jubiläum 1909 eingeweihtes Denkmal vor der Stadtkirche an diesen Tag (Wörgler Reara).


Der wirtschaftliche Aufstieg Wörgls begann mit dem Bau der Giselabahn 1873-1875 und deren Anbindung an die Westbahnstrecke, wodurch Wörgl zum Bahnverkehrsknoten wurde. Der Wörgler Bahnhof ist aus diesem Grund heute der höchstfrequentierte in Tirol.


Die Erhebung zur Marktgemeinde erfolgte im Jahr 1911 nach dem Zusammenschluss der bis dahin getrennten Gemeinden Kufsteinisch-Wörgl und Rattenbergisch-Wörgl. Im Jahr 1951 konnte auf Initiative des damaligen Wörgler Bürgermeisters und Vizepräsidenten des Tiroler Landtages Kommerzialrat Martin Pichler die Stadterhebung gefeiert werden.


Heute ist Wörgl die zweitgrößte Stadt im Bezirk Kufstein und DAS Wirtschaftszentrum des Tiroler Unterlandes.


Wörgler Freigeldexperiment

In Wörgl war um 1932 die örtliche Zement- und Zellulosefabrikation stark zurückgegangen und die Arbeitslosenquote bedrohlich angestiegen.


Anfang Juli 1932 gab Bürgermeister Unterguggenberger bis August 1933 eigene Papiernoten, den Wörgler Schilling, im Nennwert von insgesamt etwa 34.500 Schilling als Lohn der Gemeindeangestellten aus, die umlaufgesichert waren. Ideenlieferant war ihm dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Monatlich musste danach eine Marke für 1% des Nennwertes der Note gekauft und auf den Geldschein geklebt werden. Das Geld war bei diesem Experiment durch eine entsprechende Einlage der Gemeinde bei der örtlichen Raiffeisenkasse gedeckt und gleichwertig an Schillinge gekoppelt. Maximal waren 12.000 Schillinge gleichzeitig emittiert.


Das Experiment glückte, überall wurde gebaut und investiert; innerhalb eines Jahres sank die Arbeitslosigkeit um 25%, während sie gleichzeitig im übrigen Land stieg.


Da das Wörgler Schwundgeld in den Augen der österreichischen Nationalbank AG eine Verletzung des Notenprivilegs darstellte, wurde das Experiment im September 1933 per Gerichtsbeschluss beendet. Über die wahren Gründe des Endes (wie z. B. die Abschaffung des Zinses usw.) lässt sich offensichtlich nur spekulieren.


Der Verein "Unterguggenberger Institut" will das Wörgler Freigeld wieder in Erinnerung bringen. Gemeinsam mit dem Heimatmuseum und dem Stadtarchiv sollen Ausstellungen organisiert und Forschungen betrieben werden.


Partnerstädte

Albrechtice nad Orlici / Tschechien


Die Gemeinde hat etwa 1000 Einwohner und liegt östlich von Königgrätz nahe der polnischen Grenze.


Geografie

Wörgl liegt am Ufer des Inns am Schnittpunkt zwischen Inntal, Brixental, Wildschönau und dem Sölllandl.


Persönlichkeiten

Bekannte Wörgler Persönlichkeiten sind unter anderem:


  • Gerhard Berger - erfolgreicher Formel1-Fahrer
  • Stefan Horngacher - erfolgreicher Skispringer
  • Reinhard Furrer - Astronaut
  • Jeremy Faith, der mit dem 60er-Jahre-Hit "Jesus" einen Welterfolg hatte
  • Heinz Zak - Extrembergsteiger und Fotograf
  • Hans-Peter Haselsteiner - Bau-Tycoon
  • Michael Unterguggenberger - Bürgermeister und Initiator des weltweit beachteten Wörgler Freigeldexperiments
  • Schneidermeister Böck, der unfreiwillig im Wörgler Bach baden ging und dadurch angeblich die Vorlage zum dritten Streich in Max und Moritz von Wilhelm Busch lieferte. Die Brücke gibt es übrigens heute noch.


Sehenswürdigkeiten

Eine besondere Attraktion ist seit 2003 das Wave, die Wörgler Wasserwelt, ein Badetempel der besonderen Art mit Wellenbad, Erlebnisrutschen, Badelagunen und einer römischen Saunalandschaft der Superlative.


Wirtschaft

Der Schwerpunkt der Stadt liegt im Bereich des regionalen Einzelhandels, wo alle wichtigen Handelsketten und Branchen vertreten sind. Die Wörgler Bahnhofstraße ist die zweitlängste Einkaufsstraße Tirols und bietet neben weiteren Zentren wie das M4, das Westend und das Interspar-Gelände Einheimischen und Gästen ein besonderes Shopping-Erlebnis.


Der Gewerbepark vor den Toren der Stadt liegt unmittelbar an der Autobahn und wird im Endausbau auf rund 35 Hektar eine Heimat für klein- und mittelständische Unternehmen im Bereich von Produktion, Technologie und Logistik bieten.


Nachbargemeinden:

Angath, Angerberg, Bad Häring, Breitenbach am Inn, Hopfgarten im Brixental, Itter, Kirchbichl, Kundl, Wildschönau

Links



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