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Wochenende

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Der Begriff Wochenende bezieht sich im allgemeinen Sprachgebrauch auf folgende Tage der Woche: Samstag bzw. Sonnabend sowie Sonntag und manchmal auch auf den Freitagnachmittag. Wenn ein Feiertag auf einen Freitag oder Montag fällt, dann spricht man auch von einem langen Wochenende oder von einem verlängerten Wochenende.


Geschichte

Der Begriff ist in Deutschland ein Kind des 20. Jahrhunderts. In Meyers Konversationslexikon von 1888/1889 ist das Wort noch unbekannt. Es ist die Übersetzung des englischen ("weekend"). Gebräuchlich wurde dieser Begriff in England mit der Einführung des freien Samstagnachmittag, der von Lord Shaftesbury im 19. Jahrhundert durchgesetzt worden ist. Der Begriff wurde von vielen Sprachen als Fremdwort oder als wörtliche Übersetzung übernommen (zum Beispiel in Frankreich "week-end" oder "fin de la semaine").


Ursprünglich wurde der Sonntag nicht zum Wochenende gerechnet. Er galt traditionell als der erste Tag der Woche, was auch sehr deutlich im früheren Kalenderdesign zum Ausdruck kam: Bis in die 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts begann jede neue Woche mit dem Sonntag. Die Begründung dafür liefert das Neue Testament: Jesus Christus stand an einem ersten Tag der Woche (Ostersonntag) von den Toten auf. Während Israel, aus christlicher Sicht das Volk Gottes des Alten Bundes, seinen Wochengottesdienst am Sabbat (die Zeit vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang am Samstag) feierte, versammelte sich das Volk des "Neuen Bundes" am Sonntag, dem ersten Tag der Woche. Während das "alte" Bundesvolk sich bei seinem heiligen Tag auf die erste Schöpfung berief (in sechs Tagen hatte Gott Himmel und Erde erschaffen, am siebenten Tag, dem Sabbat, ruhte er von seinen Werken), berief sich die neutestamentliche Gemeinde auf die Auferstehung Jesu, den Anbruch der neuen Schöpfung Gottes. Die aber fand am ersten Tag der Woche statt, also am Sonntag. Jeder Sonntag ist in dieser Tradition also eine Vergegenwärtigung der Auferstehung Jesu und wurde deshalb auch als "Tag des Herrn" bezeichnet. Bereits in der urchristlichen Kirche, die dem Judentum noch sehr nah stand, wurde am ersten Tag der Woche Gottesdienst gehalten und das Abendmahl gefeiert. Nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war, wurde nach und nach die alttestamentlichen Vorschriften über die Heiligung des Sabbats als Ruhetag auf den "christlichen" Sonntag übertragen. Die so genannte Sonntagsheiligung war ein wichtiges Anliegen der kirchlichen Erneuerungsbewegungen (Pietismus, Puritanismus, Erweckungsbewegungen).


Sowohl die christliche Religion (Sonntag) als auch die jüdische Religion (Sabbat) wie auch der Islam (Freitag) kennen die Tradition eines arbeitsfreien Tages in der Woche. Im Buddhismus ist dieses Konzept nicht bekannt.


Recht

Auch wenn sich der freie Samstag weitgehend durchgesetzt hat, gilt der Tag rechtlich als Werktag und als Arbeitstag. Der Sonntag gilt hingegen als grundsätzlich arbeitsfrei. Das Arbeitszeitgesetz gestattet Sonntagsarbeit nur in genau definierten Fällen.


Anwendung

Höfliche Mitmenschen und VerkäuferInnen wünschen am Freitag anstatt einen Guten Abend ein Schönes Wochenende. Das Wochenende wird nämlich hauptsächlich zum Ausruhen oder zur Freizeitgestaltung genutzt. Auch etliche Schlager aus den 1950er und 1960er Jahren haben das Wochenende zum Thema.


Erinnert sei nur an:


  • " Wochenend und Sonnenschein.......... " oder
  • " Wir wünschen euch ein schönes Wochenende......."


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