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Wittstock

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Wittstock/Dosse ist eine Märkische Kleinstadt in Nordwesten von Brandenburg. In der Nähe von Wittstock liegt ein Bombodrom genannter Truppenübungsplatz.


Inhaltsverzeichnis


1 Geographie

2 Geschichte

3 Öffentliche Einrichtungen

  3.1 Bildungseinrichtungen

4 Kultur und Sehenswürdigkeiten

  4.1 Bauwerke


Geographie

Wittstock liegt in der Ostprignitz, einer eiszeitlich geprägten Endmoränenlandschaft südlich der Mecklenburger Seenplatte. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Flüsse Dosse und Glinze.


Wittstock ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands.


Geschichte

Wittstock entstand aus einer slawischen Siedlung und wurde 946 in der Stiftungsurkunde für das Bistum Havelberg erstmals erwähnt. Am 13. September 1248 wurde Wittstock durch Bischof Heinrich I. von Havelberg das Stendaler Stadtrecht verliehen. Die auf den Fundamenten einer slawischen Befestigung errichtete Wittstocker Burg diente den Bischöfen von Havelberg von 1271 bis 1548 als Wohnsitz, die daher auch als Alte Bischofsburg bezeichnet wird.


Erstmalig wurde 1325 ein Tuchmacher, 1328 ein Lehrer und 1333 ein Gewandschneider in der Stadt erwähnt. Im Jahr 1409 erschütterte ein Erdbeben Wittstock und 1495 zerstörte eine Feuersbrunst große Teile der Stadt. Die erste Stadtordnung wurde 1523 erlassen. Mit Busso II. starb 1548 der letzte Bischof von Havelberg auf der Wittstocker Burg. Die Herrschaft des Bistums Havelberg endete 1550 mit der Reformation in Wittstock.


Im Dreißigjährigen Krieg siegten am 4. Oktober 1632 in der Schlacht bei Wittstock am Scharfenberg die Schweden über die kaiserlichen Truppen und Sachsen.


1638 wurde Wittstock von der Pest heimgesucht. 1500 Menschen, das war die Hälfte der Bevölkerung, starben. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg besuchte 1658 die Stadt. 1681 wurde Wittstock Poststation auf der Postroute Berlin - Güstrow. Die Reisezeit nach Berlin betrug damals 24 Stunden (heute mit PKW etwa 2 Stunden ). Erneut zerstörte 1716 ein großer Stadtbrand zwei Drittel der Stadt. Um die Bevölkerungsverluste der letzten Jahrzehnte auszugleichen, wurden 1750 Kolonisten aus Württemberg und der Pfalz in und um Wittstock angesiedelt.


Während des Krieges gegen Napoleon wurde die Stadt 1812 zur Festung erklärt. Die erste Wittstocker und somit älteste Zeitung der Prignitz erschien 1826. Im Jahr 1869 wurde das Wittstocker Gymnasium gegründet und 1885 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im 1. Weltkrieg war Wittstock Standort eines Lazaretts. Bei Luftangriffen im 2. Weltkrieg wurden die Außenbezirke der Stadt getroffen. Die Rote Armee besetzte Wittstock 1945 und richtete in der Stadt bis Juni 1994 eine Garnison ein. Seit 1953 war Wittstock in der DDR eine Kreisstadt. Im Zuge der Gemeindereform verliert 1993 Wittstock diesen Status, der Kreis Wittstock geht im neuen Landkreis Ostprignitz-Ruppin auf.


Ab 1990 begann man mit der abschnittweisen Sanierung und Restaurierung der Stadtmauer.


Negative Schlagzeilen bekam Wittstock im Mai 2002 durch den Mord an einem Aussiedler, durch den auch ein Schlaglicht auf die große Naziszene in der Stadt fiel [1].


Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

Wittstock ist mit Gymnasium, Gesamt- und Realschule gut ausgestattet.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Sehenswürdigkeiten: Rathaus (15. Jahrhundert), Giebelhaus (17. Jahrhundert), Amtsturm (13. Jahrhundert), Gröper Tor (13. Jahrhundert), St. Marienkirche (13. Jahrhundert), Heiligegeistkirche (um 1300) kirchliches Inspektorenhaus (16. Jahrhundert), Stadtmauer (13. Jahrhundert)


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