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Wiener Konzerthaus

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Das Wiener Konzerthaus liegt am Rand der Innenstadt der österrischen Hauptstadt Wien, auf einer breiten Allee zwischen dem Schwarzenbergplatz und dem großen Stadtpark mit dem Johann Strauß-Denkmal.


Es genießt als Veranstaltungsort - nach eigener Definition - einen einzigartigen Ruf, der sich auf drei Verdienste gründet:


  • Sich mit der Tradition lebendig auseinandersetzen,
  • durch ein mutiges Programmangebot neue Publikumsschichten erschließen und
  • offen zu sein für neue Entwicklungen.


(Die Aussage entstammt der Homepage des Konzerthauses)


Inhaltsverzeichnis


1 Baupläne und Wirklichkeit

2 Das Motto des Konzerthauses

3 Von 1920 bis 2000

  4 KulturPol, FestiVal und GeneralSekr.

5 Weblinks


Baupläne und Wirklichkeit

Der 1890 geplante Haus für Musikfeste sollte als Mehrzweckbau breitere Bevölkerungsschichten ansprechen als der - nur 200 Meter entfernte - traditionsreiche Musikverein.


Der Entwurf des Architekten Ludwig Baumann für ein Olympion enthielt außer mehreren Konzertsälen einen Eislaufverein und einen "Bicycleclub". Daneben sollte eine Freiluft-Arena für 40.000 Besucher Platz bieten. Zwar wurde der Plan abgelehnt, aber fast 20 Jahre später immerhin mir einer kleineren Sportarena verwirklicht. Der Wiener Eislaufverein ist dort bis heute beheimatet, und das bei den Wienern beliebte Freistilringen "Am Heumarkt" hat manchen heiser geschrieenen Fan zur Alternative namens Wiener Klassik oder Rainhard Fendrich gebracht.


Den Bau durfte 1911 derselbe Ludwig Baumann beginnen, unterstützt vom Theaterarchitekt Ferdinand Fellner und Hermann Gottlieb Helmer. Seine drei Säle (Großer Saal, Mozart- und Schubertsaal) sind so gut isoliert, dass sich gleichzeitige Konzerte nicht stören.


Das Motto des Konzerthauses

(auch als ähnliche Inschrift über dem Hauptportal) lautete: «Eine Stätte für die Pflege edler Musik, ein Sammelpunkt künstlerischer Bestrebungen, ein Haus für die Musik und ein Haus für Wien.»


So wurde der etwa 70 mal 40 Meter große Bau am 19. Oktober 1913 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. mit einem Festkonzert eröffnet, für das ein Werk der "Moderne" mit Beethovens Neunter kombiniert wurde. Richard Strauss komponierte hiefür sein «Festliches Präludium op. 61» - und die Innovationsfreude ist bis heute eine Stütze des Hauses und seiner tausenden Abonnenten und Dutzenden Fan-Gemeinden.


Von 1920 bis 2000

Der Zerfall von Österreich-Ungarn brachte enorme gesellschaftliche Umbrüche und finanzielle Krisen - und so war Flexibilität und Vielseitigkeit auch aus Geldmangel notwendig. Neben klassischem Repertoires gab es in den 1920ern und 1930ern wichtige Uraufführungen - auch von Jazz und Schlagern, Vorträge von Wissenschaft bis Spiritismus, Dichterlesungen und - noch vor dem Opernball - Tanz- und Ballveranstaltungen. Einige große Kongresse pro Jahr und Weltmeisterschaften für Boxen und Fechten rundeten das Programm ab. Doch nach 1938 verarmte das Programm zum "nicht-entarteten Unterhaltungsbetrieb; viele Künstlern blieb ohnehin nur die Emigration.


Nach 1945 hatte das Konzerthaus auch die Nebenaufgabe, das geknickte österreichische Selbstbewusstsein wenigstens musikalisch "aufzupäppeln". Neben Strauss und Strauß (Vater, Söhne & Co.) gab es weiterhin Premieren und internationalen Jazz - und heute nehmen "tobende Massen" fast jeden Preis für ein Popkonzert in Kauf...


KulturPol, FestiVal und GeneralSekr.

Die Jugendstil-Atmosfäre des Hauses ist noch sicht- und spürbar, hat aber einige Ergänzungen erfahren. Neben klassischen und Rock- & Metal-Künstlern spricht sie auch Manager von Konferenzen, Unternehmen und Jubiläumsfeiern an.


Das Programm der Wiener Konzerthausgesellschaft unfasst auch einige Festivals, beispielsweise


  • «Wien Modern» im Herbst,
  • Freunde Alter Musik im Jänner bei den «Resonanzen»,
  • und im Frühling das «Internationale Musikfest»
  • oder das «Wiener Frühlingsfestival» (2004 bereits Nr.13).


Im Haus sind auch Teile der Universität für Musik und Darstellende Kunst untergebracht, sowie eine Ausbildungsstätte für musikalische Früherziehung. In den Jahren 1998 bis 2001 fand eine Generalsanierung statt - damit weiterhin gute "Generäle" engagierbar sind:

Egon Seefehlner (1946-1961) Peter Weiser (1961-1977) Hans Landesmann (1978-1984) Alexander Pereira (1984-1991) Karsten Witt (1991-1996) Christoph Lieben-Seutter (seit 1996)

Weblinks



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