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Wetterstation

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Eine Wetterstation ist eine Zusammenstellung verschiedenster Messinstrumente, die zur Wettermessung und -beobachtung dienen.


Wetterstationen werden für staatliche Wettermessungen und Prognosen (wie die des Deutschen Wetterdienstes DWD), andere Wetterdienste und private Zwecke benutzt. Man unterscheidet allgemein zwischen analogen und digitalen Wetterstationen.


Inhaltsverzeichnis


1 Analoge Wetterstationen

  1.1 Wetterhütten und Instrumente

  1.2 Vorteile analoger Stationen

  1.3 Nachteile

2 Digitale Wetterstationen

  2.1 Einfache Wetterprognose

  2.2 Kabel oder Funk?

  2.3 Vorteile digitaler Stationen

  2.4 Nachteile

3 Siehe auch

4 Weblinks

  4.1 Einige private Wetterdienste und Stationen


Analoge Wetterstationen

Analoge Wetterstationen sind meist in sog. Wetterhütten untergebracht. Dies sind kleine Kästen aus Holz oder anderen Stoffen, die die Wetterinstrumente vor Regen und Schmutz schützen, aber gleichzeitig für korrekte Messwerte sorgen.


Die einfachen, in Kaufhäusern abgebotenen "Wetterstationen" verdienen diesen Namen kaum. Sie sind im Regelfall nur für Innenräume ausgelegt und ihre Thermo- und Hygrometer weisen Anzeigefehler bis zu 3° und 20% auf.


Wetterhütten und Instrumente

Die o.e. Wetterkästen sind außen weiß angestrichen, damit die Temperaturdaten nicht verfälscht werden. Eine dunkle Oberfläche würde bei Sonne, aber auch bei leichter Bewölkung mehr Strahlung absorbieren, an die Innenluft weitergeben und die Innen- gegenüber der Außentemperatur erhöhen. Somit würden dunkle Wetterhütten immer eine zu hohe Temperatur aufzeichnen; der systematische Fehler würde zudem variieren.


Innerhalb der Wetterhütten befindet sich ein geeichtes Thermometer (manchmal auch mehrere), ein Barometer und meist auch ein Hygrometer.


Außerhalb der Wetterhütte ist außerdem ein Regenmesser unter freiem Himmel und ein Windmesser (Anemometer) angebracht. Manche Stationen messen darüber hinaus auch die Sonnenscheindauer oder spezielle Werte wie die Verdunstung oder die Bodentemperatur.


Um Daten von diesen analogen Wetterstationen zu sammeln, müssen die Instrumente innerhalb der Wetterhütte abgelesen werden. Außerhalb ist der Wasserstand im Regenmesser bzw. die aktuelle Windgeschwindigkeit und -richtung am Windmesser abzulesen. Dies geschieht jede Stunde (bisweilen auch nur um 7, 14 und 19 Uhr) bzw. beim Regenmesser jeden Morgen um 7 Uhr.


Vorteile analoger Stationen

  • keine Stromquelle erforderlich
  • bessere Beurteilung, wie genau und zuverlässig die aktuellen Messwerte sind.


Nachteile

  • die Wetterdaten werden nicht automatisch - und nur in gewissen Zeitabständen - erfasst
  • die Wetterdaten müssen immer "von Hand" abgelesen werden.


Digitale Wetterstationen

Digitale Wetterstationen haben im wesentlichen die entgegengesetzten Vor- und Nachteile (siehe unten).


Sie bestehen aus zwei oder mehreren getrennten Teilen:


  • der Basisstation, welche die Daten empfängt und auswertet
  • den Sensoren für die Messdaten, und die zugehörige Datenübertragung.


Die Sensoren werden an den gewünschten Messpunkten angebracht, an denen sie Daten sammeln und zur Basisstation übermitteln. Diese empfängt die Daten (entweder über Kabel oder per Funk) und zeigt sie auf einem LC-Display an. Außerdem werden die Daten meist für einige Zeit gespeichert und können bei Bedarf wieder aufgerufen werden.


Neuere Bautypen übertragen die Daten auch in einen PC und/oder liefern auch eine genäherte Wettervorhersage für die nächsten Stunden.


Die meist verwendeten Sensoren sind im Einzelnen:




Manche aufwendigeren Systeme bieten weitere Möglichkeiten wie für Bewölkung oder Strahlungsbilanz, bzw. sind mit Webcams ausgerüstet.


Einfache Wetterprognose

Mithilfe des Luftdrucks erstellen manche digitale Wetterstationen eine Wetterprognose, die das kommende Wetter genähert vorhersagt. Eine solche Prognose nur aufgrund der Drucktendenz ist meist sehr unzuverlässig, da viele der für das Wetter verantwortlichen Faktoren unberücksichtigt bleiben.


Modernere Stationen berücksichtigen zumindestens noch den Verlauf der Temperatur, manche sogar alle außen gesammelten Daten. Solche Prognosen sind zuverlässiger, und treffen (lokal) die richtige Vorhersage in 70-90 Prozent der Fälle.


Die amtlichen Wetterprognosen erreichen demgegenüber 80-90 Prozent, allerdings auch für größere Regionen sowie mit präziseren Angaben incl. Temperatur, Wind und Regenmenge. Ein erfahrener Laie kann lokal auch ohne Messungen (nur mit Wind und Wolken) 70-80% erreichen, während die einfachst-mögliche Prognose "heute so wie gestern" immerhin zu etwa 60% zutrifft.


Kabel oder Funk?

Werden die Sensordaten per Funk übertragen, geschieht das meist über die die vielbenutzte Frequenz 433 MHz. Andere Funkgeräte, die ebenfalls auf dieser Frequenz senden, können den Empfang empfindlich stören.


Auch ist bei Funkübertragung die Reichweite meist nicht sehr hoch, zumal wenn mehrere Wände zu durchdringen sind. Außerdem benötigen bei Funkübertragung alle Sensoren eine eigene Stromversorgung; sie kann jedoch bei geringem Verbrauch mit Solarzellen erfolgen.


Kabelgestützte Systeme haben diese Probleme nicht, allerdings müssen dann die Kabel lang genug sein, um bis zu den Sensoren zu reichen, und bei höheren Ansprüchen auch geeicht werden.


Vorteile digitaler Stationen

  • Die Daten können bequem vom Haus aus erfasst werden
  • Speicherung der Messwerte über einen längeren Zeitpunkt geschieht automatisch


Nachteile

  • Stromversorgung wird benötigt
  • Messwerte lassen sich nicht so gut einordnen, da keine Skala vorhanden ist
  • Periodische Überprüfung ist anzuraten.


Siehe auch

Wetter, Klima, Thermometer, Hygrometer, Barometer, Anemometer, Ombrometer


Weblinks



Einige private Wetterdienste und Stationen



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