Poetische bzw. nicht mehr gebräuchliche Sprechweisen für Westen sind: Abend oder gen Sonnenuntergang. Hinsichtlich des Westwindes ist gebräuchlich: Es weht ein West.
Historisch hat sich für Europa als politisch-kultureller Raum und für alle Länder, die sich diesem Kulturkreis zugehörig fühlen, der Begriff des Westens herausgebildet. Inzwischen ungebräuchlich ist die Bezeichnung Abendland, in der das Wort "Abend" als Ort des Sonnenuntergangs die Himmelsrichtung "Westen" markiert.
Seit den Zeiten des klassischen Griechenlands grenzt sich der Westen (Europa) kulturell vom Osten, dem Orient (Asien), ab. Eine bedeutende Vertreterin dieser Ansicht ist Edith Hamilton.
Heute wird daher noch der Begriff "Wessi" hergeleitet, einer scherzhaften Bezeichnung für Bewohner der ehemaligen BRD (auch alte Bundesländer genannt).
Die Westen stellen in diesen Regionen Europas eine völkergeschichtlich große Anzahl der Bevölkerung.
Es wird angenommen, dass sie, vor der Einwanderung von germanischen Stämmen, Kelten, Römern u.a., die nicht-indogermanische Urbevölkerung dieser Gebiete waren.
Literatur
Godelier, Maurice: Wird der Westen das universelle Modell der Menschheit?
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