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West-Aserbaidschan

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Das historische West-Aserbaidschan umfaßt die heutigen türkischen Provinzen Ardahan, Kars, Iğdir, Ağri, Van, Hakkâri, Sirnak, Batman, Siirt, Muş, Erzurum, Bayburt, Erzincan, Malatya, Adıyaman, Şanlıurfa Diyarbakır und Elâziğ.


Im 15. Jhd. gehörten diese Gebiete zum aserbaidschanischen Reich der Weißen Hammel. Schon damals waren diese Gebiete stark zwischen den Weißen Hammel und dem Osmanischen Reich umstritten - sie wechselten mehrmals die Besitzverhältnisse.


Endgültig kamen diese Gebiete 1878 zur heutigen Türkei, als Aserbaidschan zwischen Persien und Russland geteilt wurde; doch schon vorher übte das Osmanische Reich dort formal die Gebietshoheit aus - nun wurde es völkerrechtlich.


Seine Bewohner sprechen eine Variante des Aserbaidschanischen.


Inhaltsverzeichnis


1 Das persische West-Aserbaidschan

2 Geografie

3 Flora und Fauna

4 Klima

5 Bevölkerung

6 Religion

7 Sehenswürdigkeiten


Das persische West-Aserbaidschan

Geografie

Das heutige West-Aserbaidschan liegt im äußersten Nordwesten des Iran. Wer sich per Landweg von Mitteleuropa auf den langen Weg in den Iran macht der erreicht bei dem Ort Gülbulak oder bei Dogubayazit in der Nähe des Ararat die Grenze zwischen der Türkei und dem Iran. Die erste Provinz die der Reisende somit betritt ist Westaserbaidschan. Die Hauptstadt der Provinz ist die 375.000 Einwohner zählende Stadt Orumiyeh. Von hier sind es bis zur Hauptstadt Teheran knapp 900 Strassenkilometer. Nahe der Hauptstadt liegt der gleichnamige See, der ähnlich wie der Vansee in Anatolien ein riesiger Steppensee ist. Je nach Jahreszeit erreicht er eine Fläche zwischen 5000 und 6000 km². Der abflusslose ist mit einem Salzgehalt von bis 29% ganzjährig eisfrei. Die Landschaft ist der des benachbarten Ostanatoliens sehr ähnlich, mit hohen Bergen und vielen weiten Hochebenen.


Flora und Fauna

Im Orumiyehsee kann aufgrund des hohen Salzgehalts nur eine einzige Fischart überleben. Ansonsten ist die Umgebung des Sees ein Paradies für Ornitholgen. Es leben dort Flamingos, Pelikane und viele andere Wasservögel. In den Bergen Westaserbaidschan leben noch einzelne Braunbären und viele Wölfe. In der Region werden sehr viele Obstsorten angebaut. Kirschen gedeihen genauso wie Orangen, Zitronen oder Trauben.


Klima

Die Provinz hat ein ausgesprochenes Kontinentalklima, welches aufgrund der Höhe der meisten Orte zudem für die geografische Breite extrem kühl ist. Die Winter sind ähnlich kalt wie in den Alpen und die Sommertemperaturen entsprechen denen des Mittelmeeres. Niederschläge fallen ganzjährig, allerdings eher von geringer Intensität. Im Durchschnitt bewegen sich die Temperaturen am Tage zwischen 0°C im Januar und 30°C im Juli, sowie -8°C in den Januarnächten und 18°C in den Julinächten. Wintertemperaturen von unter -20°C kommen allerdings ebenso regelmäßig vor, wie Sommertemperaturen von über 40°C.


Bevölkerung

90% der Einwohner West-Aserbaidschans sind Aserbaidschaner. Sie sprechen Aseri als Muttersprache. Gerade ältere Menschen können die Landessprache Farsi weniger gut verstehen, die nichtsdestotrotz allerdings offizielle Sprache in Ämtern und Behörden Westaserbaidschans ist. Neben den Aserbaidschanern stellen die Kurden die zweitgrößte Gruppe, erst dann an dritter Stelle mit nur wenigen tausend Menschen kommen die Perser.


Religion

Die meisten Einwohner der Provinz sind schiitische Muslime. Es gibt eine kleine hauptsächlich armenisch-orthodoxe christliche Minderheit die keinerlei Einschränkungen bezüglich der Relgionsausbüng hat. Die Hauptstadt Orumiyeh ist zudem Sitz der chaldäischen Kirche einem Zweig der ostkatholischen Kirche.


Sehenswürdigkeiten

Neben dem Orumiyehsee, der auch Urmiasee genannt wird, befindet sich in der Provinz etwa 45 km von der türkisch-iranischen Grenze entfernt die ThaddäusKirche. In Orumiyeh selbst befinden sich Zeugnisse der verschiedenen Relgionen, wie Kirchen und Moscheen. In der Kleinstadt Takab befindet sich eine sehenswerte Zitadelle aus der Zeit der Sassaniden. In der Kleinstadt Bonab gibt es viele Taubentürme zu bewundern, die denen auf der griechischen Insel Tinos ähneln. Außerdem sind die ärchäologischen Ausgrabungen von Hasanlu einen Besuch wert. In der iranischen Grenzstadt Bazargan hat man eine grandiosen Ausblick auf den ganzjährig schneebedeckten Ararat.


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