Ursprünglich waren (Werbe)Agenturen Mittler zwischen Zeitungen und deren Anzeigenkunden: Sie gestalteten für Werbekunden Anzeigen, welche in Zeitungen erschienen. Die Werbekunden zahlten ursprünglich nicht für die Arbeit der Agenturen, sondern für das Erscheinen ihrer Anzeigen an die Zeitungen, welche den Werbeagenturen Provisionen zahlten. Die geschichtlich daher rührende Provisionspraxis, nach welcher die Agenturen "zusätzlich" zur Bezahlung durch den Kunden Provisionen von Zeitungen, Druckereien usw. beanspruchen, ist umstritten, aber üblich.
Struktur
Werbeagenturen sind (oder halten sich) für hoch individuell. Trotzdem haben sich im Laufe der Zeit gewisse Standard-Strukturen herausgebildet, die in mehr oder weniger variierter Form in den meisten Agenturen zu finden sind. Alle Begriffe sind mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, da das Erfinden möglichst "wichtig" klingender Neologismen häufig als Ausweis besonderer Kreativität gilt.
Kreation
Die Kreation stellt im Idealfall das Ideen-Schaffende Herz einer Werbeagentur dar. Innerhalb der Kreation finden sich unter der Leitung der Art Direction (auch: Creative Direction), Konzeption, Grafik und Text.
Beratung
Berater stellen das Bindeglied zwischen Kreation und Kunden dar. Häufig ein ausgesprochen heikler Job, da Kreative und Kunden vorsichtig formuliert "nicht immer" die gleiche Sprache sprechen.
Organisationsformen
Werbeagenturen treten als Einzelagenturen oder als so genannte Agentur-Netze, also Firmen mit vielen "Filialen" auf. Sonderfälle sind die so genannten Hausagenturen großer Firmen. (Bsp.: Unilever - Lintas)
Die klassische Werbeagentur ist die inhabergeführte, bei der der Eigentümer zugleich Geschäftsführer ist. In der Regel gibt es mehrer Inhaber. Daher auch die häufige Namensgebung nach dem Muster "Maier & Müller" auf. Ein Hauptproblem aller Agenturen ist es, die kreativsten Mitarbeiter dauerhaft zu binden. Bei der ungewöhnlich kurzen durchschnittlichen Verweildauer von unter zwei Jahren gelingt dies meist nur dadurch, dass man sie an der Agentur beteiligt. Daher dann die ebenfalls häufig anzutreffenede Form "Maier, Müller & Partner". Aus einigen Einzelagenturen haben sich regelrechte Werbeimperien entwickelt. Berühmtestes Beispiel dafür ist vielleicht die Ogilvy. Ab einer bestimmten Größe ist wie bei anderen Firmen eine gewisse Tendenz zum Wachstum durch Fusion zu beobachten. So wurde aus der berühmten Ogilvy irgendwann Ogilvy und Mather, welche dann aufging in._..
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