wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Wenzelsplatz


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Wenzelsplatz

ein InfoBitte / WeltChronik
Sach-Artikel (Enzyklopädie / Lexikon)

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Der Wenzelsplatz (Václavské náměstí) in der Mitte von Prag hat seinen Namen seit 1848 nach dem Heiligen Wenzel. Im Mittelalter und der Neuzeit bildete er als Rossmarkt (Koňský trh) den Mittelpunkt der Prager Neustadt. Mit über 700 m Länge gehört er zu den größten Plätzen in Europa.


Die Entstehung des Platzes im Mittelalter

Mit der Gründung der Prager Neustadt 1348 unter König Karl IV. wurde entlang eines bestehenden Weges genau rechtwinklig zum Markt der Gallusstadt als eigenständiger Teil der Prager Altstadt ein neuer Markt angelegt. Beide waren zunächst durch das St.-Gallus-Tor am Brückl (Na Můstku) verbunden. Das vermauerte Gallus-Tor wurde bei archäologischen Untersuchungen im Hintertrakt des Hauses des Altstädter Ortsvorstehers (Staroměstska rychta) in der Rytířská ul. Nr. 12 /CN 404 entdeckt. Es blieb als einziges der dreizehn Tore der Altstadt erhalten. Reste der vor dem Tor liegenden kleinen steinerne Brücke über den Stadtgraben wurden beim Bau der Metrostation Můstek angetroffen und im Eingangsbereich sichtbar gemacht.


Das Gallus-Tor wurde bei der Anlage der Neustadt oder wenig später geschlossen und durch einen neuen, breiteren Mauerdurchbruch ersetzt, der in der Achse des Rossmarktes lag. Mit rund 680 Metern Länge - durch Verfüllung der Grabenanlage am unteren Ende sind es heute fast 750 m - und 60 m Breite erstreckte sich der Markt in Nordwest-Südost-Richtung vom Tor der Altstadt bis zum Tor der Neustadt, dem Rosstor (Koňská brána) oder


St.-Prokops-Tor, das bis zu seinem Abriss 1875 an der Stelle des heutigen Nationalmuseums stand. Neben dem Tor wurde auch ein kleiner Bach auf den Markt geführt, dessen Wasser für Pferdetränken und mindestens eine Pferdeschwämme benötigt wurden. Die außerordentliche Länge des Marktes steht in Verbindung mit seiner Funktion, denn sie ermöglichte, dass während des wöchentlich stattfindenden Pferdemarktes die Tiere in jeder Gangart vorgeführt werden konnten. Später wurden im oberen Teil des Marktes Korn und im unteren Tuche und Waffen gehandelt.


Die Umgestaltung zum Boulevard im 19. und 20. Jahrhundert

[Bild extern:] Nationalmuseum am Wenzelsplatz


Im 19. Jahrhundert erfuhr der Markt durch den Abriss der beiden Stadtmauern und der Verfüllung der Gräben an seinem oberen und unteren Ende eine wesentliche Veränderung und wurde durch das Pflanzen von Linden zu dem heutigen Boulevard umgestaltet. Von 1885-1890 wurde das Neorenaissancegebäude für das bereits 1818 gegründete Nationalmuseum errichtet.


Das Wenzelsdenkmal (Pomník svatého Václava) schuf 1912 der bekannte tschechische Künstler Josef V. Myslbek. Es zeigt den Heiligen Wenzel als Landespatron in Rüstung und mit Harnisch und Lanze sowie die vier Schutzheiligen Ludmilla und Prokop (vorn) und Agnes und Adalbert (hinten).


Die St.-Maria-Schnee-Kirche

Noch bevor der Markt angelegt wurde, war im unteren Teil bereits das Karmelitenkloster St. Maria (im) Schnee (Kostel Panny Marie Sněžné) gegründet worden, dessen Grundstein Karl IV. selbst im September 1347 zum Gedenken an seine Krönung zum böhmischen König gelegt hatte. Der Kirche kam aufgrund ihrer Lage an der Nahtstelle zwischen Alt- und Neustadt sowie in der Mitte der neuen Stadtanlage von vornherein eine besondere Bedeutung zu, die ihren Ausdruck auch in der Architektur erhalten sollte.


Nachdem zunächst eine kleinere Kirche, deren Überreste an der Nordseite des Chores noch zu erkennen sind und die Klausuranlagen errichtet worden waren, wurde wahrscheinlich 1379 mit dem Bau einer dreischiffigen Basilika begonnen, die mit einer geplanten Länge von über 100 Metern sogar den Veitsdom übertroffen hätte. Bis 1397 konnte jedoch nur das Presbyterium vollendet werden, das mit 39 m das höchste der Stadt war. Der bereits begonnene Bau des Langhauses wurde durch die Hussitenkriege unterbrochen, der bereits fertig gestellte Turm zerstört. Teile der begonnenen nördlichen und südlichen Seitenschiffe sind in den Barockkapellen im Vorhof verbaut.


Im beginnenden 15. Jahrhundert war die Kirche ein Zentrum des radikalen Flügels der Hussitenbewegung und Wirkungsort des hussitischen Predigers Jan Želivský. Von hier nahm der bewaffnete Marsch zum Neustädter Rathaus 1419 seinen Anfang. Želivský wurde am 9. März 1422 in der Altstadt hingerichtet worden und in seiner Kirche beigesetzt.


Nachdem im 16. Jahrhundert die Kirche verödet und das ursprüngliche Gewölbe eingestürzt war, fügten die ab 1603 hier angesiedelten Franziskaner eines neues, niedrigeres Netzgewölbe im Renaissancestil ein. Dabei wurden auch die Fensterbahnen heruntergezogen, ein neues, vereinfachtes Maßwerk eingepasst und eine neue Stirnwand im Westen errichtet. Einige Jahre später erhielt die Kirche einen frühbarocken Hochaltar, den höchsten Altar in Prag. Zur gleichen Zeit erhielt auch das ehemalige Klostergebäude an der Südseite durch sein heutiges barockes Äußeres. Erhalten haben sich jedoch die gotischen Kellergewölbe in der Weinstube "U Františků" im Garten des ehemaligen Franziskanerklosters.


Von besonderer kunstgeschichtlicher Bedeutung ist das Tympanonrelief am Nordportal der Kirche aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Das Original befindet sich heute in der Nationalgalerie im St.-Georg-Kloster. Es zeigt im oberen Teil einen Gnadenstuhl und darunter eine Marienkrönung (wohl nicht ursprünglich). Bei den Assistenzfiguren handelt es sich wahrscheinlich um die Darstellung des Königs Johann von Luxemburg mit Löwenschild und Karl IV. als Markgraf von Mähren.


Der ungewöhnliche Name geht auf eine alte Marienlegende zurück. Nach dieser erschien einem römischen Christen im Jahr 325 Maria im Traum und gebot ihm, an jener Stelle eine Kirche zu bauen, an der am nächsten Morgen Schnee liegen würde. Es war August, so dass der Römer zunächst an der Erscheinung zweifelte. Aber als jedoch er aus dem Fenster sah, lag der Hügel Esquilin unter einer dichten Schneedecke. Der Mann errichtete darauf hin dort eine Kirche und weihte sie "Maria im Schnee". Das Patrozinium verbreitete sich dann allmählich, ist insgesamt aber selten.


blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin