Wenzel war der Sohn von Ottokar II. und Kunigunde, Tochter des Großfürsten Rostislaw von Kiew. Sein Vater starb 1278 auf dem Marchfeld kurz vor Wenzels siebtem Geburtstag.
Er folgte seinem Vater in Böhmen und Mähren unter Vormundschaft des Markgrafen Otto von Brandenburg, welcher Wenzel selbst in einer Art von Gefangenschaft hielt und später durch Zavis von Falkenstein, dem Liebhaber seiner Mutter. In seiner Jugend und der Gefangenschaft in Branibor, Špandava, Žitava und Berlin, litt er Hunger und Kälte. Daraus resultieren einige Mangelkrankheiten. Nach fünf Jahren wurde er von böhmischen Adel freigekauft. Er beruft auf seinen neuen Sitz in Opavský Hradec seine geliebte Mutter, der er auch die Hochzeit mit Záviš z Falkenštejna verzieh. In Záviš fand er einen neuen Vater, den er ehrte.
Er vermählte sich mit Rudolf von Habsburgs Tochter Guta. Kurz darauf starb seine Mutter. Auf den Rat seiner Frau und der Feinde von Záviš, ließ er diesen 1290 trotz seiner Liebe zu ihm enthaupten. Aufgrund des schlechten Gewissens ließ er als Beweis seiner Reue 1292 in Zbraslav ein Kloster bauen. In diesem Kloster wurde dann der Familienfriedhof der Přemysliden angelegt.
1293 nahm er selbst die Regierung an, ohne jedoch dem wüsten Treiben der Adelsparteien ein Ende machen zu können. Er erwarb Eger, Meißen und die Oberlehnsherrschaft über die schlesischen Herzogtümer, die Böhmen bis 1742 inne hatte. Darüber hinaus wurde er 1291 zum Herzog von Kleinpolen, das heißt Krakau und Sandomierz.
Mit 25 Jahren zeugte er mit seiner Frau bereits neun Kinder (weitere uneheliche nicht mitgerechnet). Lediglich vier erlebten das Erwachsenenalter: Anna, Eliška, Markéta a Václav. Kurz nach der letzten Geburt starb die Königin. Nach einigen Liebschaften, heiratete er mit 29 Jahren die zwölfjährige polnische Erbin Richenza (in Böhmen unter dem Namen Eliška Rejčka bekannt). Da sie für das ausgiebige Liebesleben des Königs zu jung war, wurde sie von ihreer Tante Griffin auf Budyně großgezogen. Erst dann wurde sie auf die Prager Burg "entlassen".
Durch die Heirat wurde er 1300 auch zum Herrscher Großpolens.
Zu diesem Zeitpunkt litt der König jedoch schon an Tuberkolose. Er zeugte noch seine Tochter Anežka. Zu diesem Zeitpunkt litt er aber schon unter starken Schemrzen, war bis auf Knochen abgemagert und bläulich angelaufen. Mit 34. Jahren sah er wie ein Greis aus.
Wenzels Tochter mit Guta, Elisabeth, heiratete später Johann von Luxemburg, wodurch die Erbansprüche der Luxemburger begründet wurden.
Wenzel hatte einen starken Hang zum Glauben. Er selbst führte ein fast mönchhaftes Leben (ausgenommen sein Liebesleben) mit dem Hang zur Selbstgeiselung. Auf der anderen Seite lebt er ein ausschweifendes Leben ohne Rücksicht auf seine Gesundheit. Er hatte Angst vor Katzen und deren Miauen, er fürchtete sich von Blitz und Donner, während der Gewitter flüchtete er in seine Kappelle. Von der Zwiespältigkeit seiner Person zeugt auch folgende Begebenheit: Während eines Essens sprach ihm ein Ritter mit einer Bitte an. Der König wurde rasend, weil er beim Essen gestört wurde und verjagte den Bittsteller. Danach bekam er schlechtes Gewissen, ging in sein Zimmer und hielt zur Buse seine Fußsohlen über eine brennende Kerze. Diese Eigenschaften haben wohl einen genetischen Ursprung. Sein Großvater litt an Monofobie, sein Vater hatte Charakterzüge eines aggressiven Psychopathen. Und sicherlich spielte auch Seine Jugend, Gefängnis, Hunger, Kälte, Einsamkeit und Wegnahme der Mutter eine Rolle.
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