wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Weiss, Peter


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Weiss, Peter
eine InfoBitte / WeltChronik
Biografie / Biographie / Biography

* 8. November 1916 - † 10. Mai 1982

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Peter Weiss (* 8. November 1916 in Neubabelsberg bei Berlin; † 10. Mai 1982 in Stockholm, Schweden) war ein bekannter Schriftsteller, Maler und Graphiker.


Weiss' Familie, zum Christentum konvertierte Juden, musste 1935 vor den Nationalsozialisten nach England fliehen. In London besuchte Peter Weiss zunächst die Politechnic School of Photography, aber bereits ein Jahr später zog seine Familie nach Prag. Dort studierte er, auf Anraten seines neuen Freundes Hermann Hesse, bis 1938 an der Kunstakademie und erhielt für sein Gemälde "Gartenkonzert" den Akademiepreis. Peter Weiss lebte danach kurz in der Schweiz, und ab 1939 in Schweden, wo er 1946 die schwedische Staatsbürgerschaft erhielt. 1943 heiratet er die Malerin und Bildhauerin Helga Henschen; 1949 heiratet er Carlota Dethorey, im Januar 1964 Gunilla Palmstierna. 1966 erhält er den Heinrich-Mann-Preis der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin.


Bekannte Werke sind seine autobiographische Romane (Fluchtpunkt, 1962) und Erzählungen in glasklaren, mikroskopisch genauen Beschreibungen.


Leben und Werk

8. Nov. 1916: Geburt in Nowawes bei Berlin, als ältester Sohn (zwei Stiefbrüder aus der 1. Ehe der Mutter, 3 weitere Geschwister) von Frieda Weiss geb. Hummel (Hausfrau, die z.T. Nebenrollen am Deutschen Theater in Berlin spielte) und Eugen »Jenö« Weiss (jüdisch-ungarischer, zum Christentum konvertierter Textilkaufmann)


1918-29: Übersiedelung nach Bremen, nachdem Jenö Weiss aus dem Militärdienst entlassen wurde, dort Gründung eines erfolgreichen Textilhandels (à gehobener Lebensstandard: zeitweise Köchin, Haushaltshilfe und Kindermädchen im Haushalt); vier mal Umzug innerhalb Bremens; Besuch der Grundschule und des Gymnasiums (kein Hinweis auf besondere Begabung)


1929: Rückkehr nach Berlin; kulturelles Interesse geweckt (»Da fing es an mit einigen Freunden, die ich damals hatte, die sehr interessiert waren an Kunst. [...] Wir gingen jeden Sonntag in die Museen, in das Kaiser-Friedrich-Museum - das waren meine frühen Eindrücke, die ich später in der Ästhetik in veränderter Form schildere, obwohl es genau so in meinem eigenen Leben war, die Malerei-Erlebnisse, die Musik-Erlebnisse, wir hörten uns die Bach-Passionen an im Berliner Dom, wir gingen in die Bibliotheken, wir lasen alles, was überhaupt zu lesen war, wir verschlangen ein Buch nach dem anderen. In diesen Jahren, zwischen 1931 und 1933, erwarb ich meine ganzen Literaturkenntnisse, den ganzen Hesse, den ganzen Thomas Mann, den ganzen Brecht, alles lasen wir damals als ganz junge Leute. Ich hatte schon angefangen Gedichte zu schreiben, die ich heute noch habe, diese Manuskripte, geprägt durch Eindrücke, Einflüsse von Wedekind, Hesse und eine Mischung aus beiden.« (Peter Weiss))


auf Druck des Vaters Wechsel vom Gymnasium zur Handelsschule


Jenö Weiss versucht sich zu assimilieren, bewirbt sich um die deutsche Staatsbürgerschaft, will angeblich sogar in die NSDAP und die SA eintreten


1932/33 Besuch der Zeichen- und Malschule von Eugen Spiro


1934: Unfalltod der Schwester Margit (löst künstlerischen Prozess aus à nächtliches Parallelleben als Maler und romantischer Dichter)


1935-36: Emigration mit der Familie in die Nähe von London, Besuch der Polytechnic School of Photography, Weiss malt unter anderem »Die Maschinen greifen die Menschen an« und schreibt »Bekenntnis eines großen Malers«; Arbeitet aber auch gleichzeitig im Büro des Vaters; Erste Ausstellung in einer Londoner Garage


1936: Umzug ins nordböhmische Warnsdorf


Januar 1937: Weiss stellt Kontakt zu Hermann Hesse her (seine Werke sind für ihn »Spiegel in denen eine sehnsüchtige Identifizierung gebannt ist«) à persönlicher Durchbruch


1937/38: Reise nach Montagnola im Tessin zu Hesse; Studium an der Kunstakademie in Prag, erhält für sein Gemälde »Das Gartenkonzert« den Akademiepreis; Weiss malt »Das große Welttheater«


September 1938: weitere Reise ins Tessin


Oktober 1938: Nach der Besetzung des Sudetenlands durch die deutsche Wehrmacht emigrieren die Eltern nach Schweden, Weiss geht zunächst in die Schweiz; Eltern bemühen sich noch die »Lebenslüge« (Peter Weiss) aufrecht zu erhalten, sie seien aus wirtschaftlichen und nicht aus politischen Gründen immer wieder umgezogen 1939: Emigration nach Schweden, seinen Lebensunterhalt verdient er sich unter anderem als Textilmusterzeichner und an privaten Malschulen. (»ein fürchterlicher Sturz zurück in alles Alte! In Schweden fing sofort das Problem wieder mit den Eltern an - wieder musste ich in der Fabrik des Vaters arbeiten [...], zwei Jahre lang«)


1940: Weiss malt »Jahrmarkt am Stadtrand«, »Zirkus« und »Villa mia«


Ab 1940: Leben in Stockholm, wo er bis zu seinem Tode lebt


1941: erste schwedische Ausstellung


1942: Studium an der Stockholmer Kunstakademie; Weiss malt »Die Kartoffelesser«


1943: Heirat mit Malerin und Bildhauerin Helga Henschen; Ausstellung in Alingsås


1944: Beteiligung an der Ausstellung »Konstnärer i landsflykt« (»Künstler im Exil«) à großer Erfolg für Weiss; zunehmende Integration in schwedische Künstlerszene; Geburt der Tochter Rebecca; Weiss malt »Die Schnecke« und »Obduktion«


1945: Beziehung mit der dänischen Künstlern Le Klint


8. Nov. 1946: Weiss erhält schwedische Staatsbürgerschaft


1947: Veröffentlichung von »Der Vogelfreie« (sein erstes in deutscher Sprache geschriebenes, aber nicht in Deutschland veröffentlichtes Buch); Als Korrespondent der Stockholms-Tidningen schreibt Weiss sieben Reportagen; Weiss verfasst den Prosatext »De Besegrade« (»Die Besiegten«) und malt »Der Webstuhl I« und »Zersplitterter Kopf«


1949: Heirat mit Carlota Dethorey, aufgrund der Tatsache, dass diese mit Sohn Paul schwanger war; Weiss schreibt das Hörspiel »Rotundan« (dt.: Der Turm)


ab 1952: Weiss verdient Geld mit Lehraufträgen zu Filmtheorie- und Praxis und der Theorie des Bauhauses an der Stockholmer »Högskola« und mit Illustrations- und Übersetzungsaufträgen, Malkursen und Auftragsfilmen


1952-1956: Weiss dreht die Experimentalfilme Studie I (Das Aufwachen), II (Halluzinationen), III (Vorstufe zu Studie IV/Die Befreiung), IV (Die Befreiung) und V (Wechselspiel)


1956: Veröffentlichung des Buchs »Avantgardefilm« (Zsfg. seiner Thesen zur Filmästhetik, »filmgeschichtliche Pioniertat«)


1956-1960: Weiss dreht 6 Dokumentarfilme, von denen lediglich 2 auf eigene Initiative entstehen (kein Ausdruck persönlicher Problematik sondern Problematik der modernen Stadtgesellschaft als Thema; Fragestellung: Handelt es sich tatsächlich noch um Dokumentarfilme, oder sind sie künstlerisch zu sehr überformt?)


1959: Weiss dreht den Spielfilm »Hägringen/Fata Morgana« (Verfilmung des Buchs »Der Vogelfreie« à Weiss’ filmisches Hauptwerk); Weiss fertigt Collage zu »Der Schatten des Körpers des Kutschers« an


1960: Veröffentlichung von der Erzählung »Der Schatten des Körpers des Kutschers«, welche bereits 1952 geschrieben wurde à Durchbruch in Deutschland


1961: »Abschied von den Eltern« (autobiographische Erzählung)


1962: der autobiographische Roman »Fluchtpunkt«, welcher die Anfangszeit in Stockholm thematisiert wird veröffentlicht; Weiss fertigt Collage zu »Abschied von den Eltern« an


1963: »Das Gespräch der drei Gehenden« (Fragment); Schweizer Charles-Veillon-Literaturpreis für »Fluchtpunkt«


1964: Uraufführung des Dramas »Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade«à weltweiter Erfolg; Heirat mit Gunilla Palmstierna; Teilnahme als Zuschauer an Auschwitz-Prozessen


13./14. Dezember 1964: Lokaltermin des Frankfurter Gerichts in Auschwitz (Weiss berichtet über seinen Besuch dort in dem Text »Meine Ortschaft«


1965: Weiss, der Mitglied der schwedischen Kommunistischen Partei ist, erklärt auf einem Schriftsteller-Kongress in Weimar: "Zwischen den beiden Wahlmöglichkeiten, die mir heute bleiben, sehe ich nur in der sozialistischen Gesellschaftsordnung die Möglichkeit zur Beseitigung der bestehenden Missverhältnisse in der Welt"; Uraufführung des Oratoriums »Die Ermittlung« (Tantiemen der westeuropäischen Aufführungen spendet Weiss ehemaligen Auschwitz-Häftlingen und Opfern des südafrikanischen Apartheid-Regimes à Verallgemeinerbarkeit der Vorgänge in Auschwitz); Verleihung des Lessing-Preises der Freien und Hansestadt Hamburg


1966: Auszeichnung mit dem Heinrich-Mann-Preis der Deutschen Akademie der Künste, Ost-Berlin


1967: Uraufführung des politischen Musicals »Der Gesang vom Lusitanischen Popanz«, welches die noch bestehende portugiesische Kolonialherrschaft angreift; Teilnahme an Bertrand Russels Tribunal gegen den Vietnam-Krieg in Stockholm, einer der so genannten Richter ist Jean Paul Sartre


1968: Uraufführung des Dramas »Viet-Nam-Diskurs« in Frankfurt/Main, danach in Rostock


1970: Uraufführung des Schauspiels "Trotzki im Exil" in Düsseldorf


1971: Uraufführung des Stückes "Hölderlin" in Stuttgart


1972: Geburt der Tochter Nadja


1973: Teilnahme am 2. Russell-Tribunal in Stockholm


1974: Reise in die Sowjetunion zum Schriftstellerkongress nach Moskau und nach Wolgograd


1975: »Die Ästhetik des Widerstandes« (Roman-Trilogie, folgende Bände in den Jahren 1978 und 1981; Versuch, die historischen und gesellschaftlichen Erfahrungen und die ästhetischen und politischen Erkenntnisse der Zeit von 1917 bis 1945 darzustellen)


1982: Uraufführung des Theaterstücks »Der neue Prozess« in Stockholm, Weiss führt selbst Regie


10. Mai 1982: Tod in einer Stockholmer Klinik posthume Auszeichnung mit dem Georg-Büchner-Preis


Weblinks



blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin