Der höchste Punkt befindet sich mit 486,2 m über NN am Glockenturm Buchenwald. Die zwei tiefsten Punkte im Stadtbereich sind mit 201,2 m über NN die Kirche von Tiefurt und mit 208,6 m über NN der Kegelplatz in der Stadtmitte.
Stadtgliederung
Weimar gliedert sich in folgende Stadtteile: Ehringsdorf, Gelmeroda, Holzdorf, Kromsdorf, Legefeld, Niedergrunstedt, Oberweimar, Possendorf, Schöndorf, Süßenborn, Taubach, Tiefurt, Tröbsdorf und Gaberndorf.
Geschichte
Der am 21. September1925 gefundene Ehringsdorfer Urmensch zeigt, dass schon vor 70.000 bis 100.000 Jahren dieses Gebiet besiedelt war.
Die ältesten Aufzeichnungen über die Stadt reichen bis ins Jahr 899 zurück. Der Name änderte sich im Laufe der Jahrhunderte von "Wimares" über "Wimari" zu "Wimar" und letztlich zu Weimar, was aus den altgermanischen Worten 'wih' (heilig, geweiht) und dem althochdeutschen 'mar' (See, Sumpf oder Moor) herrührt.
Zwischen 1245 und 1249 wurde die spätere Stadtkirche St. Peter erbaut. 1433 wurde sie den Aposteln Peter und Paul geweiht.
1410 erhielt Weimar schließlich das Stadtrecht. 1552 machte Ex-Kurfürst Herzog Johann Friedrich der Großmütige Weimar zur Hauptstadt seines Herzogtums. Haupt- und Residenzstadt blieb Weimar so bis 1918.
Am 4. Oktober1653 fand zum ersten mal der Weimarer Zwiebelmarkt statt.
Eine wichtige Rolle spielte Weimar als Hort der deutschen Klassik durch die Anwesenheit von Goethe, Schiller, Herder, Wieland und anderen wichtigen Persönlichkeiten der Epoche.
Im Jahre 1919 fand in Weimar die verfassunggebende Versammlung der Nationalversammlung statt. Nach diesem Ereignis wurde die dann folgende Ära von 1919 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet. Zur selben Zeit wurde in Weimar auch das Bauhaus gegründet. Weimar wird am 1. Mai1920 Landeshauptstadt des neugegründeten Freistaates Thüringen.
Im Dritten Reich spendierte Hitler aus Dankbarkeit für die Stadt, die seiner Bewegung auch geistig den Weg bereitete, überdurchschnittliche hohe Finanzmittel für nationalsozialistische Prestigebauten. Dafür ließ Hitlers Statthalter in Thüringen, Fritz Sauckel, ganze Stadtviertel abreißen und ein monströses Versammlungszentrum - das Gauforum - bauen. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde außerdem im Sommer 1937 mit dem Bau des KonzentrationslagersKZ Buchenwald begonnen. Von den etwa 250.000 Häftlingen starben dort mehr als 56.000. Nach dem Endes des Nazi-Regimes wurde es eine Zeit lang als Internierungslager von der Sowjetmacht genutzt.
Am 5. November1993 beschlossen die EU-Kulturminister, Weimar 1999 mit dem Titel 'Kulturhauptstadt Europas' auszuzeichnen. 1998 wurde Weimar in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Durch seine zahlreichen Klassikerstätten, durch weiteren Museen und Baudenkmale sowie Kulturstätten (Theater) ist Weimar das bedeutendste Ziel für Städtetourismus in Thüringen.
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