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Weimar

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Dieser Artikel befasst sich mit Weimar in Thüringen, weiteres siehe Weimar (Begriffsklärung).

Tabelle

Weimar ist eine an der Ilm gelegene kreisfreie Stadt am Rande des Thüringer Beckens und gehört zum Freistaat Thüringen.


Die Museen - hier ist jedes Haus ein Museum oder ein Gedenkhaus - sind nur die Pavillons des großen Museums, das Weimar heißt. (Egon Erwin Kisch)


Inhaltsverzeichnis


1 Geografie

  1.1 Stadtgliederung

2 Geschichte

3 Politik

  3.1 Städtepartnerschaften

4 Wirtschaft und Infrastruktur

  4.1 Verkehr

  4.2 Bildung

  4.3 Freizeit und Sporteinrichtungen

5 Kultur und Sehenswürdigkeiten

  5.1 Sport

6 Persönlichkeiten

7 Literatur

8 Weblinks


Geografie

Der höchste Punkt befindet sich mit 486,2 m über NN am Glockenturm Buchenwald. Die zwei tiefsten Punkte im Stadtbereich sind mit 201,2 m über NN die Kirche von Tiefurt und mit 208,6 m über NN der Kegelplatz in der Stadtmitte.


Stadtgliederung

Weimar gliedert sich in folgende Stadtteile: Ehringsdorf, Gelmeroda, Holzdorf, Kromsdorf, Legefeld, Niedergrunstedt, Oberweimar, Possendorf, Schöndorf, Süßenborn, Taubach, Tiefurt, Tröbsdorf und Gaberndorf.


Geschichte

Der am 21. September 1925 gefundene Ehringsdorfer Urmensch zeigt, dass schon vor 70.000 bis 100.000 Jahren dieses Gebiet besiedelt war.


Die ältesten Aufzeichnungen über die Stadt reichen bis ins Jahr 899 zurück. Der Name änderte sich im Laufe der Jahrhunderte von "Wimares" über "Wimari" zu "Wimar" und letztlich zu Weimar, was aus den altgermanischen Worten 'wih' (heilig, geweiht) und dem althochdeutschen 'mar' (See, Sumpf oder Moor) herrührt.


Zwischen 1245 und 1249 wurde die spätere Stadtkirche St. Peter erbaut. 1433 wurde sie den Aposteln Peter und Paul geweiht.


1410 erhielt Weimar schließlich das Stadtrecht. 1552 machte Ex-Kurfürst Herzog Johann Friedrich der Großmütige Weimar zur Hauptstadt seines Herzogtums. Haupt- und Residenzstadt blieb Weimar so bis 1918.


Am 4. Oktober 1653 fand zum ersten mal der Weimarer Zwiebelmarkt statt.


Eine wichtige Rolle spielte Weimar als Hort der deutschen Klassik durch die Anwesenheit von Goethe, Schiller, Herder, Wieland und anderen wichtigen Persönlichkeiten der Epoche.


1846 erhielt Weimar Anschluss an die Eisenbahn aus Halle (Saale).


Im Jahre 1919 fand in Weimar die verfassunggebende Versammlung der Nationalversammlung statt. Nach diesem Ereignis wurde die dann folgende Ära von 1919 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet. Zur selben Zeit wurde in Weimar auch das Bauhaus gegründet. Weimar wird am 1. Mai 1920 Landeshauptstadt des neugegründeten Freistaates Thüringen.


[Bild extern:] Ernst-Thälmann-Denkmal in Weimar


Im Dritten Reich spendierte Hitler aus Dankbarkeit für die Stadt, die seiner Bewegung auch geistig den Weg bereitete, überdurchschnittliche hohe Finanzmittel für nationalsozialistische Prestigebauten. Dafür ließ Hitlers Statthalter in Thüringen, Fritz Sauckel, ganze Stadtviertel abreißen und ein monströses Versammlungszentrum - das Gauforum - bauen. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde außerdem im Sommer 1937 mit dem Bau des Konzentrationslagers KZ Buchenwald begonnen. Von den etwa 250.000 Häftlingen starben dort mehr als 56.000. Nach dem Endes des Nazi-Regimes wurde es eine Zeit lang als Internierungslager von der Sowjetmacht genutzt.


Am 5. November 1993 beschlossen die EU-Kulturminister, Weimar 1999 mit dem Titel 'Kulturhauptstadt Europas' auszuzeichnen. 1998 wurde Weimar in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.


Entwicklung der Einwohnerzahl ab 1960 (31. Dezember):


Tabelle


Politik

Oberbürgermeister ist seit 1994 Dr. Volkhardt Germer, parteilos (*19. Mai 1944 in Weimar).


Sitzverteilung im Stadtrat:


CDU: 15
SPD: 10
PDS: 6
Bündnis 90/Die Grünen: 4
Parteilose: 4
WFU: 3

Städtepartnerschaften

Hämeenlinna (Finnland)
Blois (Frankreich)
Trier (Deutschland)
Siena (Italien)

Wirtschaft und Infrastruktur

Es gab 683 (2002) Gewerbeanmeldungen (2001: 704) und 734 (2002) Gewerbeabmeldungen (2001: 635).


Anteile:


  • produzierendes Gewerbe: 11.2%
  • Handel/Gastronomie: 37.6%
  • sonst. Betriebe 50.1%


Es gibt 3344 (2002) Betten in 37 Beherbergungsstätten. Es gab 435.677 Übernachtungen bei einer durschnittlichen Aufenthaltsdauer von 1.9 Tagen.


Verkehr

Weimar ist ICE-Halt der Strecke Frankfurt am Main - Leipzig. Von dieser Strecke zweigt hier die Holzlandbahn nach Gera ab.


Wichtigste Verkehrsader ist die A 4. Außerdem kreuzen sich in Weimar die B 7 und die B 85


Bildung

Schulen:




Universitäten/Hochschulen:




Freizeit und Sporteinrichtungen

Durch seine zahlreichen Klassikerstätten, durch weiteren Museen und Baudenkmale sowie Kulturstätten (Theater) ist Weimar das bedeutendste Ziel für Städtetourismus in Thüringen.


Weimar liegt am 124 km langen Ilmtal-Radweg.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bild extern:] Goethe und Schiller Denkmal

Goethes Wohnhaus
Goethes Gartenhaus
Schillermuseum
Residenzschloss
Wittumspalais
Schloss und Park Belvedere
Schloss und Park Tiefurt
Schloss und Park Ettersburg
Römisches Haus
Liszthaus
Stadtmuseum im Bertuchhaus, momentan geschlossen
Deutsches Bienenmuseum, momentan geschlossen
Ginkgo Museum, Weimar
Museum für Ur- und Frühgeschichte
Historischer Friedhof mit Fürstengruft
Albert Schweitzer Gedenk-und Begegnungsstätte, Museum, Musäushaus
Goethe und Schiller Archiv
Nietzsche Archiv
Deutsches Nationaltheater Weimar
Haus Hohe Pappeln (Wohnhaus Henry van de Velde)
Musterhaus Am Horn, von Georg Muche
ehem. Kunstschule und Kunstgewerbeschule (Bauhaus-Universität Weimar)
Gedenkstätte des KZ Buchenwald

Sport



Persönlichkeiten

Anna Amalia (Herzogin, Mutter von) - Carl August (ihr Sohn; Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach) - Johann Sebastian Bach - Johann Karl August Musäus - Karl Ludwig von Knebel - Adolf Bartels - Bernhard von Sachsen-Weimar - Hector Berlioz - Friedrich Justin Bertuch - Clemens Wenzeslaus Coudray - Lucas Cranach der Ältere - Otto Erler - Paul Ernst - Johannes Daniel Falk - Lyonel Feininger - Elisabeth Förster-Nietzsche - Johann Wolfgang von Goethe - Hans Gerhard Gräf - Walter Gropius - Julius Grosse - Friedrich Hebbel - Johann Gottfried Herder - Christoph Wilhelm Hufeland - Franz Huth - Johannes Itten - Wassily Kandinsky - Paul Klee - Harry Graf Kessler - Franz Liszt - Gerhard Marcks - Georg Muche - Laszlo Moholy-Nagy - Friedrich Nietzsche - Friedrich Schiller - Baldur von Schirach - Carl von Schirach - Oskar Schlemmer - Henry van de Velde - Ernst Wachler - Richard Wagner - Christoph Martin Wieland - Ernst von Wildenbruch


Literatur

  • Weimar, in: Meyers Konversationslexikon, 4.Aufl. 1888/89, Bd.15, S.489.


Weblinks



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