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Weilheim in Oberbayern

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Tabelle


Weilheim in Oberbayern ist Kreisstadt im Landkreis Weilheim-Schongau. Es liegt eingebettet in der Voralpenlandschaft zwischen München im Norden und Garmisch-Partenkirchen im Süden. Durch die Stadt hindurch fließt die Ammer, ein linker Nebenlauf der Isar. Weilheim wird auch als Zentrum des bayrischen Oberlands bezeichnet.



Inhaltsverzeichnis


1 Wappen

2 Geschichte

3 Religionen

  3.1 Römisch-Katholisch

4 Politik

5 Wirtschaft

  5.1 Verkehr

  5.2 Ansässige Unternehmen

6 Öffentliche Einrichtungen

  6.1 Bildungseinrichtungen

  6.2 Freizeit- und Sportanlagen

7 Partnerschaften

  7.1 Städtepartnerschaft

  7.2 Minenjagdboot Weilheim

8 Stadtgliederung

  8.1 Einwohnerentwicklung

9 Kultur und Sehenswürdigkeiten

  9.1 Museen

  9.2 Bauwerke

10 Persönlichkeiten

  10.1 Söhne und Töchter der Stadt

  10.2 Musikalisches

11 Sonstiges

12 Weblinks


Wappen

Auf dem heutigen Wappen der Stadt Weilhem ist ein offenes Stadttor mit drei Türmen zu sehen. Es wurde der Stadt 1320 von Kaiser Ludwig dem Bayer verliehen. Aus der Zeit davor ist noch ein Wappen bekannt, das einen Viertelmond mit drei Sternen zeigt.


Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des damaligen Dorfes "Wilhaim" stammt aus einer Urkunde des Königs und späteren Kaiser Heinrich II. von Bamberg, der dem Kloster Polling im Jahr 1010 den Besitz eines Gutshofes in Weilheim zuspricht.


Religionen

Mit über 11000 Katholiken stellten diese über die Hälfte der Stadt. Es gibt etwa 4000 evangelische Einwohner, der Rest ist konfessionslos oder gehört einer anderen Glaubensgemeinschaft an.


Römisch-Katholisch

Die Stadt liegt im Bistum Augsburg in der Diözesanregion Weilheim-Oberland. Die Stadtpfarrkirche ist Mariae Himmelfahrt, die zweite Pfarrgemeinde der Stadt ist Sankt Pölten im südlichen Teil. Außerdem gibt es noch die Stiftskirche Heilig Geist. Im Ortsteil Deutenhausen steht die Kirche Sankt Johannes der Täufer, in Marnbach Sankt Michael und in Unterhausen die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung.


Politik

Erster Bürgermeister ist Markus Loth (Bürger für Weilheim). Der Stadtrat hat 30 Sitze. Folgende Parteien sind darin vertreten:


  • CSU (14)
  • B.f.W - Bürger für Weilheim (8)
  • SPD (5)
  • GRÜNE (2)
  • BP/Unabh. Wählerv. (1)


(Stand: 16.02.04)


Wirtschaft

Verkehr

Der Bahnhof von Weilheim liegt an der elektrifizierten Bahnstrecke München - Garmisch-Partenkirchen. Auch die Schwaben-Allgäu Bahn, die von Schongau über Geltendorf nach Augsburg führt, passiert Weilheim. Der Bahnhof ist im Werdenfels-Takt der DB Regio eingebunden und wird somit mindestens stündlich bedient.


Die Bundesstraße B 2 führt, von Starnberg kommend, durch Weilheim hindurch und geht weiter Richtung Garmisch-Partenkirchen. Die Bundesstraße B 472 führt nur wenige Kilometer südlich der Stadt von Schongau kommend Richtung Bad Tölz.


Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Seeshaupt an der A 95, die etwa 20 Kilometer östlich von Weilheim verläuft.


Ansässige Unternehmen

Stammsitz von Bremicker Verkehrstechnik, einer der bedeutendsten Hersteller für Verkehrszeichen aller Art hat seinen Stammsitz hier in Weilheim.


Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

Folgende Bildungseinrichtungen finden sich in der Stadt:


  • zwei Grundschulen (am Hardt und an der Ammer)
  • Wilhelm-Conrad-Röntgen-Hauptschule
  • Realschule
  • Gymnasium
  • Berufsschule
  • Fachober- und Berufsoberschule
  • Landwirtschaftsschule
  • Schulen für Lern- und Sprachförderung


Freizeit- und Sportanlagen

Das Sportleben in Weilheim wird überwiegend von den Vereinen bestritten, darunter der TSV 1847 Weilheim mit gut 3500 Mitgliedern und seiner langen traditionsreichen Geschichte in einer führenden Position. In über 20 Abteilungen kann man die verschiedensten Sportarten ausüben, angefangen von Freizeit- bis hin zu Leistungssportarten. Daneben finden sich noch kleinere Vereine wie den POST SV Weilheim, den ESV Weilheim oder die Sportvereine der einzelnen Ortsteile. Ferner bieten Alpenverein und Naturfreunde ebenfalls Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung an. Daneben befindet sich auch die größte Kletterhalle des bayrischen Oberlands mit ca. 800 m² Kletterfläche in der Kreisstadt. In Weilheim gibt es einen Tennisclub und drei kommerzielle Anbieter von Tennis, Squash und Badminton. Ebenfalls in den kommerziellen Bereich fallen die drei Tanz - und Ballettstudios von Suse Ryck(klassisches Ballett), Christine Reiner (Klassik und Modern)und Stephan Schuster(Ballett, Tanz und Musical). Außerdem gibt es noch viele verschiedene Spiel- und Bolzplätze im ganzen Stadtgebiet verteilt. Auch ein kleines Fußballstadion und eine BMX-Bahn finden sich in der Stadt. Ein Naturfreibad am Dietlhofer See und ein Hallenbad in der Jahnstraße laden zum Baden ein, zahlreiche Wander- und Radwege sowie Inlineskatetouren runden das breite Angebot ab.


Partnerschaften

Städtepartnerschaft

Weilheim hat mit der französischen Stadt Narbonne eine Städtepartnerschaft. Diese entstand aus einer Begebenheit im Jahr 1965, als französische Pfadfinder aus Narbonne nahe Weilheim zelteten und dabei vom Hochwasser überrascht wurden. Weilheimer Bürger halfen und daraus entstanden freundschaftliche Kontakte in die französische Stadt, die mit dem Unterzeichnen einer Partnerschaftsurkunde


1971 in Narbonne und 1974 in Weilheim gefestigt wurden.


Daraus resultierend gibt es jedes Jahr in Weilheim die französische Woche und in Narbonne wird alle zwei Jahre die bayrische Woche gefeiert.


Minenjagdboot Weilheim

Die Stadt Weilheim hat auch eine Partnerschaft mit einem Minenjagdboot der Deutschen Bundesmarine (FRANKENTHAL-Klasse 332), das auf den Namen Weilheim getauft wurde. Der Stapellauf der Weilheim als 8. Küstenminensuchboots und die Taufe fand am 4. Februar 1958 statt.


Stadtgliederung

Die Stadt Weilheim hat drei Stadtteile: die Ortschaften Deutenhausen, Marnbach und Unterhausen.


Einwohnerentwicklung

Tabelle


1970 und 1987 gab es eine Volkszählung.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Stadtmuseum, auch Museum des Pfaffenwinkels genannt, befindet sich im alten Rathaus der Stadt am Marienplatz. Ein Museum gab es schon seit 1882, der Umzug in die jetzigen Gebäude war 1966. Ausstellungsstücke sind im wesentlichen Skulpturen, Möbel und Handwerk, Malerei, Vor- und Frühgeschichte der Region und Exponate aus dem Brauchtum. Auch eine Jahreskrippe und zwei original eingerichtete bäuerliche Schlafzimmer finden sich hier. Im Foyer des Museums finden Kunstausstellungen mit wechselnden Künstlern statt.


Bauwerke

Eines der Schmuckstücke der Stadt ist die spätgotische Stadtpfarrkirche von H. Krumpper (1624-28), mit Stuck der Wessobrunner Schule und schönen Fresken. Sie steht direkt am Marienplatz, dem zentralen Punkt der Stadt auf dem eine Mariensäule von I. Degler errichtet wurde. Außerdem gibt es noch die Friedhofskirchen St. Salvator und St. Sebastian mit Fresken von E. Greither aus dem Jahre 1441.


In der Nähe von Weilheim befindet sich eine 30 Meter Parabolantenne der DFVLR, die zur Verfolgung von Raumflugkörpern und für radioastronomische Experimente dient.


Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


  • Ein berühmter Sohn der Stadt ist der Admiral Ritter von Hipper (*13. September 1863 in Weiheim, †25. Mai 1932 in Hamburg-Othmarschen). Er war der letzte Oberbefehlshaber über die deutsche Hochseeflotte im Ersten Weltkrieg. Besondere Verdienste machte er sich unter anderem auf der Doggerbank und der Schlacht am Skagerrak, wo er sich als kühler Taktiker mit großem Einsatz erwies. Nach ihm ist auch eine Straße in der Innenstadt benannt.


Musikalisches

Die Gegend in und um Weilheim ist die Geburtsstätte vieler inzwischen gar nicht mehr so unbekannter Bands wie beispielsweise The Notwist, Console oder Lali Puna.


Sonstiges

Weilheim ist die Geburtsstätte der Fernwähltechnik. Am 16. Mai 1923 wurde hier die erste Netzgruppe mit Selbstwählferndienst eingerichtet und somit der erste Schritt hin zu einem Telefonnetz ohne menschliche Vermittlungsdienste getan.


Ebenso stand in Weilheim die erste nicht-klösterliche Apotheke Bayerns, die 1561 eröffnet wurde. An ihrer Stelle steht heute die Stadtapotheke.


Weblinks



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