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Wankel, Felix
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Felix Wankel (* 13. August 1902 in Lahr, † 9. Oktober 1988 in Heidelberg). Wankel heiratete im Dezember 1936 seine Frau Mi Kirn, die bis zu ihrem Tode 1975 an seiner Seite bleibt.


Felix Wankel wird als einziger Sohn seiner Eltern Rudolf Wankel, einem Forstassessor und seiner Frau Gerty Wankel geboren. Der Vater stirbt 1914 im ersten Weltkrieg. Im Jahr darauf zieht die Familie nach Heidelberg um. Felix Wankel besucht Gymnasien in Donaueschingen, Heidelberg und Weinheim, die er ohne Abschluss 1921 verlässt. Er beginnt zunächst eine Lehre als Verlagskaufmann, beschäftigt sich aber mit auch Turbinentechnik. So beginnt der Autodidakt und Nicht-Mathematiker ("bei den vier Grundrechenarten hört es bei mir auf") bereits in den 1920er Jahren mit grundlegenden Untersuchungen zur Gas-Abdichtung von beweglichen Motorteilen.


Gleichzeitig entwickelt er neben seiner Arbeit optische Signalgeräte für die drahtlose Kommunikation von Truppenteilen auf optischer Basis, Stallhas und Lilli. 1924 entwickelt er den Teufelskäfer, ein dreirädriges aerodynamisches Gefährt mit Motorradtechnik als Antrieb. 1926 schließlich wurde Wankel arbeitslos. Er vertiefte daraufhin seine Experimente mit Drehschiebersteuerungen. Zu diesem Zweck zog er nach Lahr in im Haus seiner Mutter in einer Versuchswerkstatt die Theorie dieser Steuerteile in die Praxis umzusetzen. Dort entsteht die Idee für den DKM 32, einen Drehkolbenmotor, der 1933 patentiert wird. Der Drehkolbenmotor in die Praxis umgesetzt. Der Motor ist thermisch nicht in den Griff zu bekommen, eignet sich aber hervorragend als Kompressor. Diese Kenntnisse führten zu einem Forschungsvertrag mit BMW in München über die Drehschiebersteuerung für herkömmliche Benzinmotoren.


Ab 1936 sucht Wankel die Partnerschaft mit bedeutenden Unternehmen der Motorenindustrie. n. Zu diesem Zweck gründet er die "Wankel-Versuchs-Werkstatt" (WVW) in Lindau. So führte er z.B. für die der "Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt" (DVL) Berlin eine alternative Gaswechselsteuerung zu den bekannten Ventilen, die sog. Drehschieber-Steuerung für Flugmotoren zur praktischen Einsatzfähigkeit. Es folgen weitere Entwicklungen zum Rotationskolbenmotor, die jedoch alle nicht die Erwartungen erfüllen.


Nach dem Zweiten Weltkrieg wird diese Werkstatt 1945 von den Franzosen zerstört. Wankel wurde wegen seiner NSDAP Zugehörigkeit inhaftiert.


Mit Geldern der Firma Opel, richtet Wankel 1951 "Technischen Entwicklungsstelle" (TES). Es kommt zu ersten Kontakten mit NSU über die Entwicklung eines Rotationsladers.


Schließlich gelang ihm im April 1954 die grundlegende Erfindung für den Bewegungsablauf des einzigen bisher in Serie hergestellten Rotationskolbenmotors, dem (Wankelmotor). Der Kompressor hingegen wird von NSU für Weltrekordfahrten im Jahre 1956 eingesetzt.


Zunächst als Drehkolbenmotor (DKM54) entwickelt wobei sowohl der Kolben als auch das Gehäuse jeweils um die eigene Achse drehten, erfolgten vielversprechende Prüfstandläufe 1957. Im Jahr darauf wurde der Motor zum Kreiskolbenmotor (feststehendes Gehäuse) und kombinierter Öl/Wasserkühlung umgestaltet. 1960 wurde mit dem KKM250 der erste verwendbare Kreiskolbenmotor in einem umgebauten NSU Prinz vorgeführt. 1963 präsentiert Wankel mit dem NSU Spider das erste mit einem Wankelmotor produzierte Personenfahrzeug. Größtes Aufsehen erzielte er mit dem 2-Scheiben-Aggregat im NSU Ro 80. Der Geschäftliche Erfolg Wankels schien durch etliche Lizenzverträge in die ganze Welt gesichert. Er wurde 1969 zum, Ehrendoktor der Technischen Hochschule München ernannt. 1970 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.


Im selben Jahr gründet Wankel die Gründung der Felix-Wankel-Stiftung. Wankel war ein Tierfreund, und so vergibt die Stiftung auch heute noch Preise außergewöhnliche Leistungen im Tierschutz.


Bald zeigten sich Probleme mit dem Motor. Wankel entwickelte neue Dichtleisten, die 1974 eingeführt wurden. Jedoch waren die Lizenznehmer vorsichtig geworden. Dazu kam durch die Ölkrise ein Hauptkritikpunkt des Wankelmotors in das Visier der Öffentlichkeit, der hohe Verbrauch. Viele Lizenznehmer nutzten ihre Lizenzen nicht. Mercedes baute nur Prototypen. Nur Mazda baut noch heute Modelle mit Wankelmotoren.


1986 schließlich verkaufte er sein Institut für 100 Millionen DM an Daimler Benz.


Wankel erlag schließlich einer langen schweren Krankheit im Jahre 1988.


Wankel und die NSDAP

Felix Wankel trat 1921 in die NSDAP ein. Er war zu diesem Zeitpunkt überzeugter Anhänger der Ideale der Partei. Er war Gründer der Großdeutschen Jugendwehr und Jugendführer bei verschiedenen Organisationen. Höhepunkt seiner Parteimitgliedschaft war ein Treffen mit Adolf Hitler 1928. Nachdem er seine Ideale bei der NSDAP verraten sah trat Wankel 1932 aus der Partei wieder aus. Er hatte schwere Korruptionsvorwürfe gegen ein anderes Parteimitglied erhoben. 1933 wurde er deswegen auf Veranlassung eines Gauleiters für 6 Monate inhaftiert.


Fahrzeuge mit Wankelmotor

  • Autos
    • NSU Wankel Spider
    • Mazda Cosmo Sport - RX
    • NSU Ro 80
    • Citroën GS Birotor
  • Motorräder
    • Hercules W 2000 »Staubsauger«
    • Suzuki RE 5
    • VanVeen OCR 1000


Weblinks



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