Wafd-Partei (arabisch: »Delegation«), ägyptische nationalistische Partei Im 1. Weltkrieg und mit der Errichtung des britischen Protektorats über Ägypten forderten die nationalen Parteien zunehmend die Unabhängigkeit von Britannien. So bildete sich 1919 eine Delegation (Wafd) die auf der Pariser Friedenskonferenz ihre Forderungen vorbringen wollte, was die Briten aber durch die Verhaftung der Führer verhindern konnten. Ausbrechende Unruhen und der Boykott britischer Waren führten aber 1922 zur Entlassung Ägyptens in die Unabhängigkeit.
In der nach der Unabhängigkeit entstehenden konstitutionellen Monarchie, war die mittlerweile zur Partei umgebildete Wafd die stärkste Kraft im Parlament und stellte bis 1952 die Regierungen. Sie stand oft im Konflikt mit den Königen Fuad I. und Faruk I. die ohne das Parlament regieren wollten, sich aber nicht dauerhaft durchsetzen konnten. Auch auf britischen Druck wurden, wegen nationalistischer Forderungen gegen den britischen Einfluss, öfters Regierungen der Wafd aufgelöst.
Die Wafd-Partei verlor nach dem Sturz der Monarchie (1952) durch Nasser und Nagib an Bedeutung.
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