Das Wählerzuwachsparadoxon (auch: Population-Paradoxon) ist ein Paradoxon des Hare-Niemeyer-Verfahrens, bei dem eine Partei A bei einem anderen Wahlergebnis trotz Stimmengewinnen einen Sitz verlieren und gleichzeitig eine Partei B trotz Stimmenverlusten einen Sitz gewinnen kann.
Dieses Paradoxon ist eine Folge der fehlenden Konsistenz: Die Verschiebung der Sitzverteilung beim Population-Paradoxon ist eine Folge der Verschiebungen bei anderen Parteien; somit ist es nicht zu verwechseln mit Fällen, bei denen eine Partei wegen des eigenen Stimmenzuwachses Mandate verlieren kann.
Beim Wählerzuwachsparadoxon handelt es sich - da es direkt aus der Quotenbedingung folgt - um ein bei Quotenverfahren unvermeidbares Paradoxon.
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