Vulpius ist das älteste Kind des vormaligen fürstlich sächsischen Amtskopisten Johann Friedrich Vulpius und seiner Ehfrau Margarethe, geb. Riehl. Eine seiner Schwestern ist die spätere Christiane von Goethe.
Seine Schulzeit absolviert Vulpius am Weimarer Gymnasium und anschließend immatrikuliert er sich für ein Jura-Studium an der Universität Jena. Später wechselt er mit dem gleichen Fach nach Erlangen. Aus dieser Zeit stammen die ersten Veröffentlichungen; bei denen ihm Johann Wolfgang von Goethe teileise schon beratend zur Seite steht.
Mit Goethes Unterstützung nimmt sich im Herbst 1789 der Leipziger Buchhändler Georg Joachim Göschen Vulpius an und stellt ihn als Sekretär ein. Später ist Vulpius am Theater in Weimar als Librettist und Bearbeiter für von Bellomo und Goethe tätig. 1797 erhält Vulpius eine feste Anstellung als Registrator der Bibliothek in Weimar; auch hier war vermutlich Goethe vermittelnd tätig. 1800 wird Vulpius zum Bibliothekssekretär befördert.
1801 heiratet Vulpius Helene Deahna und hat mit ihr zwei Söhne. 1803 verleiht ihm die Universität Jena den Titel eines Dr. phil. Zwei Jahre später wird er zum ordentlichen Biliothekar befördert und er erhält zusätzlich das Amt eines Münzinspektor. Der Titel Großherzoglicher Rat wird ihm 1816 verliehen. Noch im gleichen Jahr wählt man ihn zum Ritter des weißen Falkenordens.
1824, nach einem Schlaganfall, kann Vulpius nur noch sehr eingeschränkt arbeiten und er läßt sich in den Ruhestand versetzen. Nach einem zweiten Schlaganfall im Februar 1827 ist er bettlägerig und stirbt am 26. Juni1827 in Weimar.
Vulpius Berühmtheit beruht fast ausschließlich auf seinen Roman Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann. Dieser Roman trifft punktgenau den Geschmack des Publikums. Der Roman erlebte viele Auflagen und auch Nachahmungen. Vulpius selbst schreibt einige Fortsetzungen dazu.
Werke (u.a.)
Kuriositäten der physisch-litterarisch-artistisch-historischen Vor- und Mittelwelt (1.1811-10.1823)
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