Die Diagnose des Vorhofflimmern ist relativ leicht aus dem EKG abzuleiten. Auch mit dem Echo kann man Vorhofflimmern durch Registrierung des Mitralklappenflusses leicht erkennen.
Auch mit der Pulstastung oder der Auskultation des Herzens kann man ein Vorhofflimmern vermuten.
Die Grenze zwischen Vorhofflimmern und Vorhofflattern wird willkürlich an Hand der Vorhoffrequenz festgelegt .
Sehr schön sieht man das Vorhofflimmern im intrakardialen VorhofEKG, welches man z.B. über eine Schrittmacherelektrode ableitet.
Beim Vorhofflimmern fehlt jede koordinierte Vorhofdepolarisation. Als Folge findet sich eine irreguläre isoelektrische Linie.
Es fehlen die P Zacken, dafür finden sich unregelmäßige F Wellen (Flimmerwellen)
Die Flimmerwellen haben eine Vorhofdepolarisationsfrequenz zwischen 350-600 Schläge/ min
Meist liegen arrhythmische QRS Komplexe vor. Die Kammerfrequenz ist dabei von der Refraktärzeit des AV Knoten abhängig
Echo: Im Echo erkennt man das Vorhofflimmern am besten
an der Mitralklappe.
Die A-Welle fehlt.
Dafür finden sich einzelne oder mehrere kleine schnelle Vorhofkontraktionen nach der E-Welle .
Am Abstand dieser Vorhofkontraktionen lässt sich die mechanische Vorhoffrequenz ablesen.
TEE: Die Flimmerwellen erkennt man am besten
an der Dopplerflussgeschwindigkeit des linken Herzohres.
Hier lässt sich ein schnelles Flussmuster ableiten, das dem Gezwitscher eines Vogels ähnelt. Auch der Fluss an der Mitralklappe ist zum Nachweis des Vorhofflimmerns gut geeignet.
EGM: Nicht selten kommt es bei Patienten, die einen DDD Schrittmacher wegen eines Sick Sinus Syndroms bekommen haben, trotz des Schrittmachers zum Auftreten von Vorhofflimmern. Dieses Flimmern lässt sich dann sehr gut über die Vorhofelektrode als intrakardiales EKG ( = EGM) aufzeichnen. Sowohl die Frequenz als auch die Höhe der Flimmerwellen lassen sich dabei recht genau ausmessen.
LangzeitEKG: Im LangzeitEKG erkennt man das Vorhofflimmern
an der fehlenden P-Welle und
an der viel größeren Variabilität des RR-Abstandes sowie
am unregelmäßigen Bild der RR-Zacken.
Fälschlicherweise werden oft gehäufte SVES erkannt.
Bei der Auskultation des Herzens sollte man daran denken, dass beim Vorhofflimmern der 4. Herzton nicht nachweisbar ist.
Beim Vergleich des tastbaren Pulses und der im EKG nachweisbaren Kammerfrequenz lässt sich nicht selten ein so genanntes Pulsdefizit nachweisen. D.h. früh einfallende Kammererregungen werden zwar elektrisch registriert, sind aber am mechanischen Puls nicht oder nur schwach tastbar, so dass der peripher getastete Puls langsamer als die EKG Kammerfrequenz gemessen wird.
Differential Diagnostik
SR mit gehäuften SVES
Sinusstillstand mit tieferliegendem Ersatzrhythmus.
Vorhofflattern
AV Ersatzrhythmus
Vorhofflimmern mit schneller AV-Leitung ähnelt manchmal einer Kammertachykardie
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