Ab Band 650 der Perry Rhodan-Serie löste er K. H. Scheer als Exposéautor ab und bestimmte fortan den Kurs der Serie über lange Jahre hinweg. In dieser Zeit hatte er viele Richtungen der Serie festgelegt, einen Hintergrund und Überbau geschaffen, der Perry Rhodan heute noch durchdringt und prägt. Manchmal auch nicht sehr zur Freude der derzeitigen Autoren, die auch mit der Beliebtheit des Autors bei den Fans kämpfen mussten und so manches Mal erlebten, daß eine Veränderung der Konzeption von William Voltz Widerstand in der Gemeinde hervorrief.
Der Autor
William Voltz veröffentlichte seinen ersten Roman in Jahre 1958 als Utopia Taschenbuch. Der Roman "Sternenkämpfer" gewann sehr bald zahlreiche Preise. Über Fandom-Aktivitäten kam er schließlich auch zur Perry Rhodan Serie, wo er mit Band 74: "Das Grauen" seinen Einstand feierte. Voltz hatte K. H. Scheer über seine Mitgliedschaft im Science Fiction Club Deutschland (SFCD) kennengelernt und solchen Eindruck auf den Perry Rhodan Mitbegründer gemacht, dass er einen Expose-Auftrag von ihm erhielt.
Atlan
Auch bei der Atlan-Serie war William Voltz von Anfang an mit dabei. Später übernahm er auch dort die Exposes. Und im Jahre 1973 startete er mit Dragon die erste Fantasy-Serie Deutschlands.
Krankheit
William Voltz erkrankte Anfang der achtziger Jahre schwer und verbrachte seine letzten Jahre damit, die Serie bis weit in die 1200er Bände hinein zu konzipieren. Mit Thomas Ziegler versuchte er, einen Nachfolger aufzubauen, der aber nicht dabei blieb. Als er am 24.03.1984 starb, erschütterte das nicht nur das Fandom nachhaltig. Bezeichnenderweise hieß sein letzter Perry-Rhodan-Roman Einsteins Tränen. Die Perry Rhodan Serie wäre beinahe daran zugrunde gegangen, wenn sich mit Ernst Vlcek nicht ein würdiger Nachfolger gefunden hätte.
Ehrung
Zu William Voltz' Ehren wurde 1984 ein William-Voltz-Gedächtnisband veröffentlicht. In diesem gaben alle damaligen Autoren ihren Erinnerungen an William Voltz in kleinen Anekdoten Ausdruck. Zudem enthielt er seine wichtigsten Lebensstationen, und einige teilweise noch unveröffentlichte Stories.
Zum Gedenken an seinen 20. Todestag wird 2004 erstmals der William-Voltz-Award verliehen. Die drei besten eingesandten Kurzgeschichten werden auf der Frankfurter Buchmesse prämiert.
Eine frühe "Ehrung" liegt in der Schaffung der Figur des Matten-Willis, der als williges arbeitseifriges Wesen frühe Romane der Serie bevölkerte. Der Name deutete auf William Voltz und dessen seinerzeit etwas längere Haartracht hin.
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