Woldemar Voigt (* 1850; † 1919 in Göttingen; Aussprache: im Zweifel mit langem o, siehe Dehnungs-i) war Professor für theoretische Physik in Göttingen.
"Magneto - und Elektrooptik" eine umfassende Theorie der Magnetooptik im Rahmen der klassischen Elektrodynamik auf. Er ist der Entdecker des Voigt-Effekts (auch magnetischer linearer Dichroismus genannt). 1910 schrieb er mit dem "Lehrbuch der Kristallphysik" eines der grundlegenden Werke der Kristallographie und insbesondere für den piezoelektrischen Effekt. Auf ihn geht die in der Kristallographie gebräuchliche Voigtsche Notation zurück.
Ein Voigt-Profil ist die Faltung einer Gauß-Kurve mit einer Lorentz-Kurve.
Vor seiner Professur in Göttingen studierte Voigt bei Franz Neumann und war von 1875 bis 1883 außerordentlicher Professor in Königsberg (heute Kaliningrad). Zweimal wurde er zum Rektor der Georg-August-Universität Göttingen ernannt.
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