In Multitasking-Betriebssystemen von PC-Systemen sehen einzelne Tasks nicht den gemeinsamen Adressraum aus RAM und Swapspace, sondern jede Task hat ihren eigenen Adressraum. Diese s.g. virtuellen Adressen werden von der Memory Management Unit (MMU) in den gemeinsamen Adressraum übersetzt ("Adress Translation"). Dabei wird die Adresse, die ein Programm verwendet, ein s.g. Pointer Bit für Bit im Hinblick auf die interne Adressverwaltung, die s.g. Page Tables der MMU interpretiert. Je nachdem, wieviel Bits interpretiert werden, spricht man von der Breite einer virtuellen Adresse. So ist bei der AMD64-Architektur ein Pointer 64 Bit breit (u.a. deswegen "64 Bit"-Prozessor...), aber es werden nur 48 Bit als virtuelle Adresse interpretiert: 12 Bit sind der s.g. Page-Offset, und 4 mal 9 Bit zeigen auf Page Table-Einträge. Bei IA32 ist ein Pointer 32 Bit breit und auch die virtuelle Adresse ist 32 Bit breit, 12 Bit sind wiederum der Page-Offset und zweimal 10 Bit zeigen auf Page Table-Einträge. Bei Verwendung von PAE ist die virtuelle Adresse immer noch 32 Bit breit, hier aber sind die Page Table-Bits in 2 plus 9 plus 9 aufgeteilt.
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