776 wurde Vilshofen bereits erstmals urkundlich erwähnt.
1206 schließlich wurde Vilshofen von Graf Heinrich I. von Ortenburg zur Stadt erhoben.
1241 wird die Stadt von Herzog Otto II. von Bayern in Besitz genommen und wurde somit zur Grenzstadt zwischen dem Herzogtum Baiern und dem Fürstbistum Passau. Hiervon zeugt auch heute noch das "Vilshofener Zollhaus", das gleich am Donauufer zu finden ist.
1345 bestätigt Kaiser Ludwig der Bayer das Stadtrecht.
1504 im Landshuter Erbfolgekrieg wird es gegen anstürmende Pfälzer und Böhmen erfolgreich verteidigt. 1536 werden durch einen großen Stadtbrand 36 Häuser zerstört.
1572 wird der "Goldene Steig" oder auch die "Gulden Straß" als Salzhandelsweg von Vilshofen nach Bergreichenstein (Böhmen) erwähnt. Von hier aus wurde das "weiße Gold" das Salz bis nach Prag verbracht. 1642 wurde ein Kapuzinerkloster errichtet.
1706 wird durch die Besetzung weiter Teile Bayerns durch die Kaiserlich Österreichisch Truppen auch Vilshofen betroffen. Auch Söhne der Stadt kämpfen im nahen Aidenbach um die Freiheit, wobei 4000 Menschen starben.
1794 zerstörte einer der vielen Brände nahezu die ganze Stadt, nur ganz wenige Häuser des Stadtplatzes blieben unversehrt. Der größte Teil des Stadtplatzes trägt noch heute das Kleid des damaligen Wiederaufbaues.
1805 erfolgte die erste Straßenbeleuchtung mit Öllampen.
1813 erfolgt ein weiterer Stadtbrand an der oberen Zeile des Stadtplatzes.
1842 zapft ein großer Sohn der Stadt Vilshofen der Braumeister Josef Groll das erste Pilsener Bier und geht so als dessen Erfinder in die Geschichte ein.
1860 wurde die Bahnstrecke zwischen Regensburg und Passau eröffnet und verband so auch Vilshofen mit den anderen Städten Ostbayerns.
Politischer Aschermittwoch
Seit 1919 findet jährlich der Politische Aschermittwoch in Vilshofen satt.
Zunächst versammelten sich jährlich einmal die Anhänger der konservativen Partei CSU im Wolferstetter Keller. Als dieser schließlich zu klein war um die Anhänger aufzunehmen, wurde diese Veranstaltung in die Passauer Nibelungenhalle verlegt. Die Passauer Nibelungenhalle wurde im Frühjahr 2004 jedoch abgebrochen und eine neue, moderne Mehrzweckhalle im Messepark Kohlbruck wurde gebaut, wo wohl in Zukunft wieder der politische Aschermittwoch der CSU stattfinden wird.
Da der Traditionsreiche Wolferstetter Keller im Herzen der Stadt Vilshofen frei geworden war, verlegte schließlich die bayrische SPD ihre Veranstaltung dorthin.
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